Auf in den (Wahl-)Kampf! Oder Kapitulation vor der AfD?

Ich bin ein wenig überrascht vom Wahlprogramm der CDU/CSU.
Ich weiß nicht, warum sie es „für ein Deutschland, in dem man gut und gerne lebt“ genannt haben, da ein (von mir übersetzt) „Weiter so“ eigentlich keiner will.
 
Und wenn ich mir die Positionen ansehe, die die „Christlichen“ in den nächsten Monaten besetzen wollen, habe ich so meine Zweifel, ob die Entscheidung für dieses Programm die richtige war.
 
Es geht viel um Neubauabschreibungen, Baukindergeld, halt traditionell um Familie und was man mit dem vielen Geld so anstellen kann.
 
Evtl. sollte mal jemand nicht nur dem CDU-Generalsekretär Peter Tauber sagen, dass es nicht damit getan ist, „etwas Ordentliches zu lernen“. Denn in einer Arbeitswelt, in der die Anfangsgehälter für Fachkräfte mittlerweile gen Mindestlohn tendieren, braucht man sich über Familien erstmal keine Gedanken zu machen. Geschweige denn über ein Eigenheim.
 
Schön auch die „Vollbeschäftigung ab 2025″. Voll ja, aber eher vollkommen weltfremd. Jeder Analyst und Wirtschaftswissenschaftler weiß, dass es durch Automation und Digitalisierung gerade ab etwa 2025 sehr schlecht mit Jobs aussieht.
 
Und dann noch der Wehretat. Statt in Richtung europäische Verteidigung zu steuern, steckt die Kanzlerin in den nächsten vier Jahren lieber 20 Mrd. (!!) EUR mehr in die Bundeswehr.
 
Bin ich der Einzige, der das alles nicht so schrecklich toll findet? Oder begnügt sich die CDU/CSU damit, nur der gutverdienenden bürgerlichen Klientel Themen anzubieten und überlässt der AfD die besorgten Bürger??
 
Ganz bitter! :-(

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