Gute journalistische Arbeit

Zum SPON-Kommentar von Sebastian Fischer

Wie wahrscheinlich war es, dass die Journalisten unseres Landes auch tatsächlich verstehen würden, was Sahra Wagenknecht und die anderen auf dem Parteitag in Hannover entschieden haben?
Es kam hier im Spiegel und kommt morgen in den Tageszeitungen genau so, wie man es schon ahnen konnte.

„Für eine Koalition … bräuchte es … klare gemeinsame Ziele.“

Da hat jemand aber nun wirklich nicht zugehört, Hr. Fischer! Hier nochmal verständlicher für Sie ausgedrückt: Es gibt auf Basis neoliberaler Politik keine gemeinsamen Ziele und schon lange keine Koalition mit den Linken!

Wie oft soll es denn noch gesagt werden?

Nein, jeder Journalist und wer sich dafür hält, wartet darauf, dass die Linke endlich auf den Kurs der heutigen Regierung umschwenkt und wettert bei jedem Anlass darüber, dass die Linke sich doch nun endlich mal zusammenreißen und besinnen sollte.

Achtung, jetzt der Clou, Hr. Fischer: Dann bräuchten wir die Linken jedoch überhaupt nicht! Wir haben nämlich schon jede Menge Neoliberalismus im Parlament!

Ich warte darauf, dass mal ein Journalist versteht, was Wagenknecht, Gysi, usw. wirklich erzählen oder zumindest Mal zuhört, was sie sagen.
Dann sollte er sich ein paar Gedanken machen und dementsprechend seine Kommentare verfassen. Journalistische Arbeit halt.

Aber die ewig alte Leier der „unzuverlässigen Linken“ ist so sinnlos, überflüssig und dumm wie die Annahme, dass es eine rot-rot-grüne Koalition gibt, mit dem Personal, das derzeitig das Ruder der Parteien in der Hand halten.

Übrigens auch genauso sinnlos, überflüssig und dumm wie ihr Kommentar, Hr. Fischer!

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