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Reflexionen eines Mitgliedes des überlegenden Geschlechts

Posted by Marino on Sep 12, 2009 in Ich, Musik

Juist. War ich zum ersten Mal. Was für eine Insel! Ist ja nun wirklich für mich gemacht. Man kann locker mal ein paar Kilometer über die Insel laufen, ist aber auch immer schnell am Strand, der fein, weiß, tief und lang ist. Und mit der richtigen Begleitung und schönem Wetter wurden es eben drei tolle Tage, die ich dort verbringen durfte. :-)

Und jetzt habe ich noch eine Woche um weiterhin nichts zu tun, zu gammeln oder den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Oder eben alles drei. Abwechselnd. Ich könnte mich natürlich auch der Bundestagswahl widmen. Also Stimmung machen für die richtige Partei und Westerwelle dissen. Ja, könnte ich. Aber mich beginnt selbst das zu langweilen. Guido ist so wie ein Furunkel am Arsch, mit dem man nach ein paar Tagen lebt, es hinnimmt und sich schließlich einfach draufsetzt. Ach, was für ein herrliches Bild … ;-)

Übrigens bin ich für meine Analogien neulich verurteilt worden. Sandförmchen mit Frauen zu vergleichen wäre blanker Chauvinismus.

Ja, ich weiß. :-)

Mir fiel das halt gerade ein, als ich den Blog schrieb. Wichtiger wäre es gewesen, den Inhalt zu verstehen und geistig zu verarbeiten. Damit waren jedoch einige offensichtlich intellektuell überfordert.

Nein, das war nicht chauvinistisch, da geschlechtsunabhängig. Das war nur zynisch. :-)

Wo war ich? Ach ja, bei der Bundestagswahl. Ich bin gespannt. Aber schrecklich desinteressiert am Wahlkampf. Erwartet man wirklich emotionale Kampfesreden mit Beleidigungen und Anschuldigungen vom Steinmeier und dem Merkel?

Ja, das war wieder chauvinistisch. ;-)

Ich ändere mich in diesem Leben eh nicht mehr. Auch was die bedingungslose Liebe zu den Beatles angeht. Am 09.09.09 war ja “Beatles-Day”. Alle Alben kamen “remastered” auf den Markt. Stereo für 180 EUR (Mono für 220 - aber wer braucht die wirklich?). Für 13 Alben plus DVD gar nicht mal so teuer. Aber da ich stark vermute, dass keine NEUEN Songs veröffentlicht werden, so lange John und George noch tot sind, werde ich erstmal mit der Anschaffung warten. Ja, ja, ist ja alles ganz nett, einen tollen Sound zu haben. Aber dann müsste ich mir schon noch einen CD-Player dazu kaufen. Ich bin nämlich ein “Festplattenhörer”. MP3 reichen mir. Ich habe festgestellt, dass auch mit der besten Musikanlage, Dolby 5.1, anderem technischen Zipp und Zapp, ja, sogar mit Schokosahne drauf, ein Song von Madonna immer noch scheiße ist.

Und damals, Weihnachten 1973, auf meinem alten Mono-Kassettenrekorder, waren trotz grottigem Sound die erstmalig gehörten Doppelalben “1962-66″ und “1967-70″ von den Beatles eine derartige musikalische Offenbarung, dass ich sicher sein kann, dass es trotz des weiteren zu erwartenden Fortschritts in der Audiovision, dergleichen in diesem Leben für mich sicher nicht mehr geben wird.

Was soll’s also? Stecke ich die 180 EUR lieber einer Stripperin im “Dollhouse” zu Hamburg in den Slip, wenn sie mir auf dem Tisch eine Solonummer tanzt. ;-)

Ich chauvinistisches Macho-Arsch, ich! :-)

PS: Habe mir übrigens gestern ein neues Tattoo stechen lassen - ein Herz mit der Inschrift “Your Name”. Den Tipp habe ich von einer Ex bekommen. :-)

 
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Der Weg zum Erfolg

Posted by Marino on Jul 27, 2009 in Ich, Musik

Das Leben kann ganz angenehm sein, finde ich. Nach einem schönen Wochenende mit jeder Menge Musik, gibt es wirklich Schlimmeres als die eigene Existenz. Na gut, ein paar Zipperlein hat man als älterer Mitbürger so um die Mitte 40 ja auch dann und wann, aber das kann den Blick aufs Wesentliche auch nicht verbauen. Das Leben ist schön. :-)

Nachdem ich am Samstag wieder einen Nr. 1-Hit mit meiner Duettpartnerin geschrieben und aufgenommen habe, geht das auch ganz flott von der Hand mit dem Bestellen von Kaviar und Wodka aus Russland. Zahlen kann ich den ja dann von den Tantiemen, mit denen ich ganz fest rechne. So wie bisher immer, wenn ich neue Sachen gemacht habe. Aber ich glaube, diesmal wird das echt was mit den Millionen! :-)

Das habe ich bisher auch immer gesagt. ;-)

Aber letztlich ist es ja auch nicht wirklich so wichtig, ob man Erfolg hat oder nicht. Wichtig ist doch nur, dass man es macht. Wer will denn auch schon das ganze Geld, den Ruhm, die Anerkennung, die Unsterblichkeit???

Ich! Ich!

Wobei mir der Resttext nach dem Geld tatsächlich mittlerweile egal ist. Ich will nur noch meine Ruhe haben, aber diese in den scheiß teuersten Gegenden dieser Welt. Urlaub bis an mein Lebensende. Ja, ich will!

Und jetzt kommt der bunte (oder heißt es farbig?) Amerikaner ins Spiel: “Yes we can”!!! Also muss man nur wollen. Und ich will ja. Wo muss ich unterschreiben?

Pustekuchen! In diesem menschenverachtenden Business kommt es schon lange nicht mehr aufs Wollen an. Da muss man sich eben ganz einbringen - und zwar den richtigen Leuten in deren richtigen Körperöffnungen. Aber das wollen wir ja nicht mehr. Aber ich könnte zumindest mal drüber nachdenken, ob meine Gesangspartnerin nicht vielleicht doch ihren Körper für unseren Erfolg hergeben könnte. Das hat schon öfter geklappt. Und schließlich: Never change a running system!

Gila, wir müssen reden…! ;-)

 
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Er ist tot, Jim!

Posted by Marino on Jul 15, 2009 in Gesellschaft, Ich, Musik

Nun werde ich ab und zu mal gefragt, ob ich überhaupt noch am normalen Leben teilnehme, weil ich ja bekanntlich in meiner eigene kleinen Welt lebe und niemanden auch nur in die Nähe der selbigen lasse. Oder wie es John so schön sagte: “No one I think is in my tree.”

Ich mache mir halt meine eigenen Regeln und Präferenzen. Die habe ich jetzt ganz aktuell wieder mal modifiziert. So ging das ja auch nicht mehr weiter. Zu viele Termine innerhalb von zu wenig Zeit. Da muss man Entscheidungen treffen und sich auf das Wichtige fokussieren.

Prioritäten setzen, ist das Stichwort. Und diese Priorität lag in den vergangenen drei Wochen bei den meisten Menschen nicht bei der offensichtlich letalen Bedrohung der Weltbevölkerung durch die Schweinegrippe, nein, etwas anderes nimmt immer noch den ganzen intellektuellen Raum ein, der das eigentlich vorhandene Vakuum zwischen den Ohren der tumben RTL-Seher und BILD-Leser völlig ausfüllt.

Michael Jackson.

Der Mann durfte nicht mal in Ruhe sterben. Und eigentlich wollte ich die nun beginnende 150jährige Totenwache der Fans vor seinem Grab nicht stören, wurde aber gebeten, doch noch meinen Kommentar dazu abzugeben. Und da wir gerade die Sommer-Wunsch-Wochen haben (dabei fällt mir ein, dass die Zuschauer sich früher in den Ferien den Spielfilm am Samstagabend per Telefonvotum selbst  auswählen durfte), mache ich das mal (weitere Wünsche werden noch angenommen!).

In den 80er Jahren bis Anfang der 90er war er wirklich “The Man, who …”. Er war das, was die Beatles in den 60ern waren. Er brachte eine Platte heraus und die ganze Welt hörte hin und folgte ihm musikalisch. Dann war er wohl einmal zu viel mit Kindern zusammen, sein Stern sank, die Musik in seinem Kopf wurde verdrängt von völlig unkreativen Dingen wie Schweigegeldzahlungen, Anwälten, Gerichten und hinzu kamen in der Folge natürlich auch die unvermeidlichen pharmazeutischen Handelsvertreter.

Und plötzlich, kaum, dass er dieser Welt den Rücken drehte, fallen alle Menschen in ein kollektives Jammern und Heulen. Sie kaufen alle seine neuen Platten… ach, nein, halt, die sind ja alle schon so um die 20 Jahre alt. Doch das fällt ja keinem auf, weil das jetzt mal sein muss mit der übersteigerten und völlig irrealen Begeisterung für den “King of Pop”.

Mein Gott, der Mann war 15 Jahre lang musikalisch nicht mehr relevant! Kommt mal runter! Er hatte seine große Zeit, er hat tolle Platten gemacht, die sogar ich gut finde, aber er war zuletzt menschlich leider auch total neben der Spur.

Und nein, er wurde nicht ermordet. Nein, er ist auch nach drei Tagen nicht von den Toten wieder auferstanden. Und nein, ich vermisse ihn jetzt genauso wenig wie in den letzten Jahren.

Ein paar Songs von ihm in meiner iTunes-Playlist und das war’s. Ach, und noch eins: Sein Getanze ist mir immer auf die Eier gegangen! So ein Hype aber auch! *kopfschüttel*

Tja, schon interessant, wenn ich mir dabei vor Augen führe, was die Leute wahrscheinlich sagen werden, wenn ich mal von meinem Baum herunter komme und sterbe. Es wird nur heißen: “Die Lücke, die er hinterlässt, wird ihn vollständig ersetzen!” ;-)

 
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Die heilende Kraft des Beat Clubs

Posted by Marino on May 28, 2009 in Ich, Musik

Wieso werde ich eigentlich immer wieder krank? Häh!? Aber ich will mich ja gar nicht beschweren, es hat diesmal nur zwei Tage gedauert, dann ging es mir wieder einigermaßen. 

Wobei: Vielleicht habe ich diese Erkältung nur verschleppt und hänge nächste Woche mit einer Lungenentzündung in den Seilen…*panikmodus an*

Nein, nein, ich habe ja meine mentale Kraft, da kann also nichts mehr passieren. :-)

Ich habe den einen Tag auf meinem Sofa dazu genutzt, Geld auszugeben. Das kann man jetzt nämlich ganz prima mit einer Fernbedienung in der Hand. Das ist Web 2.1 sozusagen. Kein Amazon mehr und schon gar kein Kreditkarten-Zücken. 

Ich kann das mit Fieber von der Couch aus. Einfach nur über mein “Apple TV” auf iTunes Store klicken und Filme leihen oder kaufen. Dauert - vorausgesetzt, man weiß, was man haben will - ganze 90 Sekunden. Dann hat man schon bezahlt. Und weitere 120 Sekunden später kann man den Streaming-Download schon starten. Das nenne ich mal komfortable! Eine digitale Welt, wie ich sie liebe. :-)

Dabei wusste ich nicht mal, was ich haben wollte, bis ich nach wenigen Sekunden Stöbern in den TV-Sendungen, auf ein Icon namens “Beat Club” traf… :-)

Oha! Diese DVD-Reihe wollte ich mir schon immer mal kaufen/ansehen. Also flugs, ohne weitere Entscheidungshilfen (äh…, Kontostand?), die kompletten Jahrgänge 1965 bis 1967 heruntergeladen. Für einen Preis, für den ich die Hardware sicher nicht bekommen hätte! Eine Folge für etwa 1,33 EUR! Und dann muss ich noch nicht mal die DVD wechseln. ;-)

27 Folgen hatte ich nun auf der Festplatte und schaute mir gleich mal die ersten beiden Jahre an. Bis abends um 23 Uhr. Dann ging ich vergnügt und schon ein bisschen gesünder ins Bett. :-)

Ich sag es ja immer: Die heilende Kraft der Rockmusik … - und Uschi Nerke! ;-)

Nee, aber mal im Ernst: Ich habe sie als Teenager geliebt. Oder als noch nicht Teenager. Egal. Aber diese Frau hat mit ihrem Aussehen ja nun echt abgelenkt. Ja, nämlich abgelenkt von ihrer Inkompetenz! Die Frau konnte ja keinen Satz fehlerfrei ins Mikro sprechen! Also Fehlbesetzung wäre wirklich geschmeichelt. 

Aber kultig war es. Ist es. Und jetzt setze ich mich aufs Sofa und schau mir den Jahrgang 1967 an. Na ja, zumindest ein paar Teile davon. :-)

Mensch, Livemusik im Fernsehen! Könnt ihr euch erinnern??? 

Nein?

Ach, ihr seid erst 30 Jahre alt …

Das tut mir leid für euch! ;-)

 
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“Same procedure as every year, James.”

Posted by Marino on May 17, 2009 in Musik

Ja, ja, ich habe es wieder getan. Wie in den vergangenen Jahrzehnten habe ich mir auch gestern nicht nehmen lassen, den “Grand Prix Eurovision” (der ja nicht mehr Grand Prix heißt) zu sehen. Wie war also der “Eurovision Song Contest” mit neuen Regeln?

Genauso wie mit den alten Regeln. Ernüchternd eben. Nein, nein, ich jammere gar nicht wieder über die nur 29 Punkte für die Deutschen, der hiesige Beitrag war schon ziemlich lausig. Alex Christensen ist halt nur für den deutschen Markt ein Hitgarant und Dita von Teese eben nur für maximal fünf Plätze gut. Diesmal war es also der 20. Platz von 25. Im vergangenen Jahr fand sich Deutschland ja schließlich auf dem letzten Platz wieder. Also eine tolle Verbesserung. Immerhin mit gleichschlechtem Songmaterial. 

Was mich mal wieder nachdenklich machte, war mein schlechtes Hiterkennungspotenzial. Und das meines Umfeldes. Denn wie immer tippen alle Menschen, mit denen ich in den vergangenen 35 Jahren mitgefiebert habe (ja, wer mit mir schaut, muss seine eigene Punkteverteilung notieren. So gibt es stets einen individuellen und ein gemeinsamen Gruppen-Sieger!), immer ähnlich. Bloß auf den Sieger sind wir alle noch nie gekommen!

Meist ist ja der deutsche Beitrag, der volle Punktzahl bekommt. Irgendwie schauen wir alle aus der nationalen Brille, wir sollten den zukünftig mal aus der Wertung nehmen. ;-) 

Aber wir hatten diesmal fast alle den isländischen Beitrag an Nr. 1. Na gut, er ist letztlich Zweiter geworden, aber diesen Alexander Rybak aus Norwegen hatten wir alle nur im unteren Mittelfeld. Das war doch überhaupt nichts! Aber es war mir auf Grund er illustren und amüsanten Runde auch sowieso scheißegal. 

Allerdings waren wir alle nicht so angetan von der Qualität der 25 Songs. Nun, liegt natürlich auch daran, dass wir eigentlich einen Beatles-Abend hatten und uns direkt vorher einen Bericht über die Las-Vegas-Show vom Cirque de Soleil angesehen haben. Natürlich mit Beatles-Songs. Da war der Unterschied doch ziemlich deutlich.

Ansonsten war es wieder eine sehr anstrengende Woche. Ich hasse ja die Reiserei. Aber darüber lasse ich mich jetzt nicht aus. Bin froh, dass ich erstmal Ruhe davor habe. 

… bis Dienstag. :-(

Was war noch? Nö, nichts. Zumindest nicht, was hier in diesen jugendfreien Blog gehören würde … *kicher* ;-)

 
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Spezielle menschliche Beziehungen

Posted by Marino on Feb 28, 2009 in Ich, Musik

Der Kommentar zu meinem gestrigen im Fieber geschriebenen Blog veranlasst mich, auf menschliche Beziehungen heute nochmal näher einzugehen. Nicht, dass es mir heute besser gehen würde, aber watt mutt datt mutt. ;-)

Was ich gestern nicht erwähnt hatte, dass es sich um diese Art menschlicher Beziehungen handelt, wie sie vor allem in Bands - genau das war der Aufhänger - vorkommen.

In Partnerschaften, um das nur kurz zu erwähnen, kommt man zusammen und alles ist aufregend und frisch. Findet man in der Zweisamkeit dann später Wege, die die Liebe aufrecht erhält, kann es eine sehr lange Beziehung werden. 

Immer vorausgesetzt, das schicke mal noch hinterher, jeder ist mit dem Weg zufrieden, vermisst nichts, die Interessen decken sich und  - vor allem! - einer der beiden Menschen heißt nicht Marino Carlini.

Dann kann es klappen. 

Über meine Beziehungsunfähigkeit habe ich schon öfter geschrieben, noch mehr mit den Betroffenen geredet und noch viel mehr gelitten. Das ist heute nicht das Thema.

Es geht um Partnerschaften mit anderen Musikern in einer Band. Ich habe die meiste Zeit meines in Bands gespielt. Eigentlich - mit wenigen Unterbrechungen (keine zwei Jahre) seit meinem 14. Lebensjahr. 

Da ich ein Kind der 70er bin, da war es das Höchste, in einer Band Musik zu machen. Heute ist das offensichtlich anders, aber für mich gab es keine Alternative. Allein wollte und konnte ich nie. Ich brauchte eben die fruchtbare Arbeit im Kollektiv. Und das hat auch meist gut bis sehr gut geklappt.

Doch oft stand mir auch mein großes Ego im Weg. Man kann da ja auch nicht immer aus der Haut. D.h. eigentlich kann man überhaupt nicht aus der Haut. Leider muss man feststellen, dass ZWEI großes Egos in einer Band auf Dauer zu einem Clash führen. Lennon/McCartney ist da natürlich das berühmteste Beispiel, wie der jeweilige Weg halt auch andere Abzweigungen nehmen kann. Von anderen berühmten “Twins” wie Jagger/Richards und Tyler/Perry ist auch nicht immer zu hören, dass sie sich uneingeschränkt lieben.

Während John und Paul die Entscheidung getroffen haben, sich zu trennen, hauen sich die anderen beiden genannten Paare vielleicht noch heute die Köpfe ein im Studio.

Ich tendiere wie meine großen Helden auch ganz stark zur Trennung als den beschwerlichen und schmerzhaften Weg zu gehen, sich wegen jeder Kleinigkeit zu zoffen. Und je älter ich werde desto klarer wird das für mich. Es lohnt nicht mehr, so viel Nerven zu investieren um dann einen bescheidenen Erfolg zu haben. Da übersteigt die Investition bei Weitem den Gewinn. Wenn man nicht mehr gern in den Übungsraum geht oder den andern auf der Bühne an der Seite hat, dann ist es Zeit zu gehen. Erfolg und Geld sind nicht Lebensinhalt, sondern sollten die Sahnehaube sein auf einer harmonischen Verbindung. 

Wenn man feststellt, dass die Wege nach - sagen wir mal 15 Jahren ;-) nun beginnen sich unterschiedlich zu entwickeln, muss man halt einsehen, dass es meist eine schöne Zeit war, man viel gelernt, gelacht und Spaß sowie Erfolg hatte, aber dass es nun soweit ist, dass man dem anderen seine Macken nicht mehr verzeihen kann.

Dann macht man das einzig Richtige und trennt sich, bevor die ganzen 15 Jahre durch Schmerz, Verletzungen und Anfeindungen kaputt gemacht werden. Ich möchte mich immer gern an das erinnern, was ich gemacht habe.

Natürlich möchte ein großer Teil von mir, dass es weiter geht, aber das Leben lässt sich nun mal nicht am Reißbrett entwerfen. Man wird halt immer wieder überrascht von ihm. Manche sagen ja, das wäre gar nicht mal so verkehrt. ;-)

Und ja, natürlich: Wieder ist es der berühmte Lennonsatz, den ich zum x-ten Mal zitiere: “Leben ist das, was dir passiert, während du damit beschäftigt bist andere Pläne zu machen.”

 
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Mit Musik bezahlen

Posted by Marino on Oct 5, 2008 in Musik

Ein schönes langes Wochenende mit Hilfe des Nationalfeiertags ist sozusagen ein tolles Geschenk des Kalenders. Wie ein kleiner Urlaub. Und den nutze ich für allerlei schöne Sachen. Lange schlafen z.B. (habe ich heute geschafft!) oder shoppen. :-)

Angefangen hat es am Freitag mit einem sehr schönen Konzert in Burgdorf. Ach, was waren wir gut drauf. Hat mächtig Laune gemacht, den Oktobermarkt dort zu bespaßen. Musik haben wir zwischendurch auch gemacht. ;-) Aber es wird langsam kalt. Es ist eben schon Herbst. :-(

Die Sommersaison, die traditionell vom 30. April (Tanz in den Mai) bis zum 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) geht, ist somit beendet. War ein schöner Open-air-Sommer, mit vielen netten Gigs. Ich glaube wirklich, das Sugarplumfairy wie guter Wein ist - der wird ja angeblich auch immer besser. Zumindest macht es uns immer mehr Spaß auf der Bühne. ;-)

Der Job bei dieser Band ist wohl auch meine Riesterrente. Wahrscheinlich werde ich mit 70 noch auf einem Barhocker “Radar love” spielen - wenn es meine Arthrose in den Händen zulässt. ;-)

Am Freitag war wieder so ein Tag (der sich zwar mit drei Sets über den ganzen Nachmittag von 15 bis 19 Uhr hinzog), an dem ich zum wiederholten Mal feststellte, was für ein Glück ich habe, mit meinem Hobby Geld verdienen zu können. Ich bin ehrlich: Manchmal sitze ich auf meinem Hocker neben meinen beiden Gitarristen und denke mir mitten im Song sogar “Mein Gott, die bezahlen mich dafür, dass ich das tun kann, was ich schon immer am Liebsten gemacht habe…”

Eigentlich müsste es ja anders herum sein. ;-)

Aber das erzähle ich am besten niemand und erwähne es definitiv auch nie in meinem Webtagebuch. Bin ja nicht blöd. ;-)

Und das Geld, das ich verdient habe, habe ich gestern wieder auf den Kopf gehauen. In mehreren Läden Hannovers. Habe mich mal wieder eingedeckt mit ein paar netten Klamotten. War aber ganz günstig. Habe für jedes Hemd nur ein bis zwei Songs bezahlt. ;-) :-) Ich erwähnte diese Währung ja schon. Der Umrechnungskurs ist in Wechselstuben Europas auch schon hinterlegt, oder? ;-)

Bevor ich es vergesse: Am Freitag war ich mit Nic noch auf einer Party - mit Livemusik! Nachts um 1 Uhr haben sich der Gitarre spielende Gastgeber, ein Bassist und eine Sängerin zusammen gesetzt und unverstärkt ein paar Songs präsentiert - fan-tas-tisch!!! Die Band heißt “Grove” und hat sich vor kurzem erst zusammengesetzt. Ich werde den Werdegang ganz sicher verfolgen. Zumal die Sängerin eine “alte Bekannte” in der Szene ist. Vor etwa zehn Jahren habe ich als Musikspezi für die HAZ schon mehrfach über ihre damalige Band “Castaway” geschrieben. 

Und heute? Verkaufsoffener Sonntag in Garbsen - also: shoppiiiiing!!!! :-)

 
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Jolly Jimmy Johnson

Posted by Marino on Sep 30, 2008 in Ich, Musik, Politik, Sport

Was soll man schon sagen, nach so einem schönen Wochenende? Nein, nein, ich meine natürlich nicht die Wahl in Bayern, sondern eher meine kleine beschauliche Welt, der ich sehr viel abgewinnen konnte in den vergangenen Tagen.

Ein Brunch mit netten Menschen z.B. oder eine Beatles-Fimnacht mit nicht nur noch netteren Menschen sondern auch noch jeder Menge Beatles-Musik und -Filmen. Dabei habe ich auch einen Charakter kennen lernen dürfen, dessen Name spontan zu meinem neuen Favoriten wurde. Falls ich also mal wieder einen Pseudonym verwenden muss/will, kommt nur “Jolly Jimmy Johnson” in Frage. Mal im Ernst: Kommt einem das nicht extrem locker und zugleich musikalisch über die Lippen? “Jolly Jimmy Johnson” … Na? Wie? Nein???

Banausen! Nehmt euch mal ein Beispiel an den Politikern. Die können gleichfalls locker und überzeugend von einem Wahlsieg sprechen, obwohl sie gerade ein historisches Tief erreicht haben. Der Steinmeier und der Maget können das verdammt gut. Aber auch Beckstein und Huber können das. “Wir haben einen klaren Wählerauftrag, die Regierung zu stellen.” Jaaaaaaa…, so gesehen haben sie natürlich recht. ;-)

Nun, gewonnen haben sie eben wieder alle. Die CSU die meisten Stimmen, die SPD - warum auch immer, die FDP gewinnt sowieso jede Wahl mit ihren ewigen 10 Prozentpunkten (mal etwas mehr mal etwas weniger), die Linken, die auf Anhieb knapp 5 Prozent geschafft haben, die Grünen, die ihr Ergebnis verbesserten und die Freien Wähler mit ihren vielen gefrusteten Ex-CSU-Anhängern. 

Und Huber ist heute zurückgetreten. Was blieb ihm denn auch übrig? Nur der Beckstein will lieber zum Nierenstein der CSU gerieren als ebenfalls den Abgang zu machen. 

Ach Gott, jetzt habe ich ja doch über Politik gesprochen. Wollte ich doch gar nicht. Wo wie aber gerade bei den Bayern sind: 96 hat am Samstag den FC geschlagen. Geht es also nun generell mit den Bayern bergab? So schlimm wie in Österreich wird es jedoch hoffentlich nicht werden. Die wünschen sich ja fast schon den Adolf zurück. Nein, über DIESE Wahlen vom Sonntag rege ich mich dann ein anderes Mal auf. Heute ist der Blog nämlich politikfrei. Jawoll! ;-)

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