Marino

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Auf in den (Wahl-)Kampf! Oder Kapitulation vor der AfD?

Ich bin ein wenig überrascht vom Wahlprogramm der CDU/CSU.
Ich weiß nicht, warum sie es „für ein Deutschland, in dem man gut und gerne lebt“ genannt haben, da ein (von mir übersetzt) „Weiter so“ eigentlich keiner will.
 
Und wenn ich mir die Positionen ansehe, die die „Christlichen“ in den nächsten Monaten besetzen wollen, habe ich so meine Zweifel, ob die Entscheidung für dieses Programm die richtige war.
 
Es geht viel um Neubauabschreibungen, Baukindergeld, halt traditionell um Familie und was man mit dem vielen Geld so anstellen kann.
 
Evtl. sollte mal jemand nicht nur dem CDU-Generalsekretär Peter Tauber sagen, dass es nicht damit getan ist, „etwas Ordentliches zu lernen“. Denn in einer Arbeitswelt, in der die Anfangsgehälter für Fachkräfte mittlerweile gen Mindestlohn tendieren, braucht man sich über Familien erstmal keine Gedanken zu machen. Geschweige denn über ein Eigenheim.
 
Schön auch die „Vollbeschäftigung ab 2025″. Voll ja, aber eher vollkommen weltfremd. Jeder Analyst und Wirtschaftswissenschaftler weiß, dass es durch Automation und Digitalisierung gerade ab etwa 2025 sehr schlecht mit Jobs aussieht.
 
Und dann noch der Wehretat. Statt in Richtung europäische Verteidigung zu steuern, steckt die Kanzlerin in den nächsten vier Jahren lieber 20 Mrd. (!!) EUR mehr in die Bundeswehr.
 
Bin ich der Einzige, der das alles nicht so schrecklich toll findet? Oder begnügt sich die CDU/CSU damit, nur der gutverdienenden bürgerlichen Klientel Themen anzubieten und überlässt der AfD die besorgten Bürger??
 
Ganz bitter! :-(

Gute journalistische Arbeit

Zum SPON-Kommentar von Sebastian Fischer

Wie wahrscheinlich war es, dass die Journalisten unseres Landes auch tatsächlich verstehen würden, was Sahra Wagenknecht und die anderen auf dem Parteitag in Hannover entschieden haben?
Es kam hier im Spiegel und kommt morgen in den Tageszeitungen genau so, wie man es schon ahnen konnte.

„Für eine Koalition … bräuchte es … klare gemeinsame Ziele.“

Da hat jemand aber nun wirklich nicht zugehört, Hr. Fischer! Hier nochmal verständlicher für Sie ausgedrückt: Es gibt auf Basis neoliberaler Politik keine gemeinsamen Ziele und schon lange keine Koalition mit den Linken!

Wie oft soll es denn noch gesagt werden?

Nein, jeder Journalist und wer sich dafür hält, wartet darauf, dass die Linke endlich auf den Kurs der heutigen Regierung umschwenkt und wettert bei jedem Anlass darüber, dass die Linke sich doch nun endlich mal zusammenreißen und besinnen sollte.

Achtung, jetzt der Clou, Hr. Fischer: Dann bräuchten wir die Linken jedoch überhaupt nicht! Wir haben nämlich schon jede Menge Neoliberalismus im Parlament!

Ich warte darauf, dass mal ein Journalist versteht, was Wagenknecht, Gysi, usw. wirklich erzählen oder zumindest Mal zuhört, was sie sagen.
Dann sollte er sich ein paar Gedanken machen und dementsprechend seine Kommentare verfassen. Journalistische Arbeit halt.

Aber die ewig alte Leier der „unzuverlässigen Linken“ ist so sinnlos, überflüssig und dumm wie die Annahme, dass es eine rot-rot-grüne Koalition gibt, mit dem Personal, das derzeitig das Ruder der Parteien in der Hand halten.

Übrigens auch genauso sinnlos, überflüssig und dumm wie ihr Kommentar, Hr. Fischer!

Verrückte Welt

Nun lasse ich mir die Tweets vom POTUS ja direkt aufs Handy schicken. Was dieser Verrückte in zwei Wochen alles schon angerichtet hat bzw. mit wem er sich schon angelegt hat ist einfach unglaublich. Ich staune jeden Tag wie ein Mensch völlig schamlos seine Dummheit zu Tage tragen kann und offenbar überhaupt keine Scheu davor hat gegen jeglichen Menschenverstand zu handeln.

Unglaublich, das sowas im vermeintlich aufgeklärten 21. Jahrhundert überhaupt möglich ist. Ganz aktuell liegt Trump jetzt sogar mit seiner Verfassung im Clinch. Und alles wegen der völlig sinnfreien Anweisung keine Flüchtlingen aus Staaten aufzunehmen, mit denen er keine profitablen wirtschaftlichen Beziehungen unterhält (ich habe das gleich mal übersetzt).

Der Mann ist tatsächlich wie eine böse Marienerscheinung – man schaut ganz gebannt hin im Wissen, dass eigentlich nicht wahr sein kann was man gerade erlebt.

Die Welt ist einfach verrückt geworden!

Marine Le Pen führt in Frankreich bei ihrer Wahlauftakt-Rede für die im April stattfindende Präsidentschaftswahl genau die selben Argumente ins Feld wie bspw. Trump und Höcke – diesmal natürlich ist „Frankreich first“!

Es gibt zwar schon jede Menge Bewerber auf den zweiten Platz (siehe z.B. Böhmermann und die Niederlande), aber ich befürchte, alle Nationen werden mittelfristig die Nr.-1-Position auf ihrem eigenen Territorium für sich beanspruchen. Logisch.

Und mal abgesehen von einem historischen Rückfall in die Zeit des Nationalismus des 19. Jahrhunderts, kann das in der kausalen Konsequenz nur bedeuten, dass die Errungenschaften des Humanismus, des Sozialwesens und des Liberalismus der vergangenen Jahrzehnte einfach negiert, zurückgefahren und auf nationale Allgemeininteressen reduziert werden.

Das Wohl des Staates steht über dem des Individuums. Und das führt uns direkt zum Totalitarismus, den wir doch nun schon 72 Jahre hinter uns glaubten! Meine Generation behauptete bis vor kurzem zumindest noch, das würde uns nie wieder passieren!

Da fällt mir folgender Twittereintrag ein: „Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten.“

Ja, finden wir es am 23. April in Frankreich und am 24. September in Deutschland heraus. Es steht nach Amerika schon 0:1 gegen uns. :-(

5 vor 12

Es ist wieder Zeit für eine Ansprache. Denn die Welt geht ganz gehörig den Bach runter, da kann man eben nicht still sitzen und zusehen. Oder anders gesagt, wenn sie schon untergeht, dann aber immerhin kommentiert von mir. Kämpferisch.

Man mag es nicht glauben, aber gestern wurde in Amerika eine Person als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt, der das Potenzial hat, tatsächlich die Apokalypse dieser unserer Erde loszutreten. Ein Mann mit der Emotionalität eines Bruce Banner.

Ich wollte es bis zuletzt nicht glauben, dass dieses Volk wirklich einen Donald Trump wählt. Ich habe immer wieder an einen großen Spaß von Hape Kerkeling, Jan Böhmermann oder Extra 3 geglaubt. Anhaltende Manipulation der Satellitenübertragung aus dem Westen mit gleichzeitiger kollaborativer Miteinbeziehung aller Printmedien.

Die USA hat es wirklich wahr gemacht und einen gefährlichen Psychopathen zu ihrem Führer ernannt. Alle schlechten Hollywood-Filme der vergangenen Jahrzehnte, in denen absurde Helden und Anti-Helden den Posten des obersten Verteidiger der Freiheit und der westlichen Werte einnahmen, sollten doch nur unterhalten – nicht die Basis dafür schaffen, dass eine solche Figur tatsächlich akzeptiert und gewählt wird.

Geben wir also der Unterhaltungsindustrie die Schuld daran. „Independance Day“, „Abraham Lincoln Vampirjäger“, „Air Force One“ und wie sie nicht alle heißen, mangelt es an Realität in Bezug auf den US-Präsidenten. Da mag man als Amerikaner vielleicht patriotisch mit der Gänsehaut auf dem Handrücken die Träne im Augenwinkel trocknen, aber es führt leider auch dazu, dass er schließlich jedem Hanswurst den Job zutraut, der sich geschickt in Szene setzen kann. Auch einem selbstverliebten Verrückten, der Betriebswirtschaft nicht von Volkswirtschaft unterscheiden kann und meint, er wäre allmächtig.

Na gut, vielleicht ein bisschen übertrieben diese Kausalität, aber ich überlege mir seit Monaten wie es dazu kommen konnte.

Wobei wir selbst in Deutschland in diesem Jahr vor einer richtungsweisenden Wahl stehen. Denn auch die Menschen hierzulande laufen wie Nagetiere hinter den rechten Rattenfängern wie Björn Höcke hinterher, der seine wahre Gesinnung sehr schön in einer Rede am vergangenen Dienstag in Dresden präsentierte. Unverhohlener Rechtsradikalismus. Und die Menschen stehen davor und jubeln ihm zu.

Ich fühle mich nicht mehr in einer Parallelwelt wie ab und zu in der Vergangenheit mal, wenn mein Verstand etwas nicht akzeptieren wollte, was nicht in diese Welt passte. Denn leider ist aus dieser Parallelwelt nun eine bittere Realität geworden, in der ich leben muss. Und da ist es jetzt Zeit aufzustehen, sich klar zu bekennen und auf diesen Wahnsinn hinzuweisen. Immer wieder. Bis es weh tut. Und auch der Letzte begreift, dass auf „Für Politik interessiere ich mich nicht“ schon bald folgt: „Das muss dich nicht interessieren, tu was ich dir sage!“!

Es ist Fünf vor Zwölf!

„… and no religion, too!“

Da mag man in seiner Mitte ruhen wie ein Buddha, aber an der derzeitigen Debatte kommt man eben nicht vorbei – Pegida und die Attentate gegen Charlie Hebdo. Eigentlich zwei Debatten, die hierzulande zu einer gemacht werden.

Auf der einen Seite die endlose Debatte über die Morde im Namen Allahs. Als wenn der so etwas in Auftrag geben würde. „Tod allen Andersgläubigen!“ – am besten noch in Kombination mit einem Selbstmord. Und schon hat man als Islamist eine Schar Jungfrauen an der Backe, die von einem verlangen, endlich in die Geheimnisse der Liebe eingeführt zu werden. Wobei ich mich gerade frage, ob die Sache mit dem Sex ohne Ehe nicht auch im Koran ein No-Go ist.

Aber immer häufiger hört man sowas ja auch von Mädels: Die sind dann auch ganz gern mal mit einer modischen Sprengstoffweste unterwegs. Wobei ich mich dabei frage, was denen eigentlich versprochen wird. Über 72 unerfahrene Schnellschützen, die mit ihrem Colt nicht umgehen können, kann ja wohl kaum eine Frau ernstlich frohlocken. Aber was weiß ich schon von Frauen!

In Wahrheit sind das alles nur Männer und Frauen, die von Brandstiftern verführt und konditioniert wurden, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Oft sogar aus reinen weltlichen Gründen. Denn ich warte eigentlich immer noch darauf, das sich ein Oberhirte dieser Religion mal hinstellt und sagt, „hey, das war scheiße und findet nicht die Zustimmung des Islams!“. Dann wäre die Sache nämlich gegessen. Aber die Jungens da oben haben eben keinen Humor. Vor allem nicht, wenn es um sie selbst geht. Und das ist das eigentliche Problem. Denn wer möchte schon seinen Lebensinhalt verspottet sehen? Und das gilt natürlich für den Islam genauso wie für das Christentum, die Juden und was sonst noch so einen imaginären Freund lobpreist.

Unterm Strich bleiben Attentäter rücksichtslose und menschenverachtende Mörder, die verfolgt und zur Verantwortung gezogen werden müssen. Und weil das so ist, darf kein Karikaturist, kein Journalist, kein Politiker zurückweichen und sich dem Terror beugen!

Kommen wir zu den Dresdner Spaziergängerpatridioten. Also das eigentliche Deutsche Volk, wie sie von sich behaupten. Ich persönlich finde diesen Anspruch genauso dämlich wie die Forderung nach dem Ende der „Islamisierung des Abendlandes“. Das ist so ähnlich als würde ich mir ein paar gleichgesinnte Leute suchen und gegen die „Anglizismierung der Kontinental-Abendländischen Sprache“ kämpfen. So mit Transparenten und markigen Sprüchen.

Es ist doch völlig hohl gegen eine eventuelle Entwicklung in der Gesellschaft zu demonstrieren. Das kann man doch gar nicht aufhalten. Wenn beispielsweise 70 Prozent der Deutschen Bevölkerung spontan konvertieren, weil sie eine Marienscheinung haben, bei welcher Maria sich als Fangirlie des Propheten Mohammed outet, steht man mit seinem Pegida-Fähnchen ein bisschen dumm da.

Das Vorgehen der Pegida erinnert deshalb auch mich tatsächlich an das Dritte Reich, als alles arisch sein sollte.

Aber ich möchte nochmal in Erinnerung bringen, dass ich jede Art von Religion archaisch, lächerlich und in höchstem Maße lebensgefährlich finde. Wie man in Paris wieder schmerzlich feststellen müsste. Dass erwachsene Menschen an einen Heiland irgendwo „da drüben“ glauben können, ohne ihn im Hier und Jetzt jemals getroffen oder gar gesprochen zu haben, ist mir immer noch ein Rätsel. Vielleicht wäre der ja gar nicht so überzeugend, wäre gegebenenfalls sogar unsympathisch und verabscheute womöglich einen anständigen Espresso Corretto! Das könnte doch kein guter Mann sein, oder?

Und da drängt sich mir unweigerlich ein Zitat der einzigen von mir akzeptierten Gottheit auf, die einst folgenden Denkanstoß gab:

„Imagine there’s no countries,
it isn’t hard to do.
Nothing to kill or die for
and no religion, too.“

Ach, lieber Gott, wäre das nicht schön?!

Die Wahl der Wahl

Man muss dieser Tage schon viel lesen, um die vielen Meinungen über den Wahlausgang und die möglichen Koalitions-Konstellationen alle zu überblicken.

Mir fällt dabei besonders die kreativen Interpretationen des Wahlausgangs auf. Die einen meinen, es wäre ein phänomenaler Wahlsieg der CDU, denen sich alle anderen Parteien unterwerfen sollten, während andere einen Wahlsieg des linken Parteienspektrums erkennen können.

Also zwischen einem „Weiter so“ und einem Politikwechsel ist die deutsche Öffentlichkeit hin- und hergerissen. Allen voran die Presse. Von größenwahnsinnigen Sozialdemokraten und dem „deutlichen Wählerwillen“ wollen alle genau wissen, wer was nun zu tun hat.

Nun, sicher ist die SPD nicht größenwahnsinnig, wenn sie sich nicht als Mehrheitsbeschaffer von Mutti sieht und deshalb sechs Ministerien fordert und auf einige Eckpunkte ihrer Wahlkampfversprechen besteht. Denn bei näherem Hinsehen ist der „fantastische Wahlerfolg“ der CDU eine derbe Niederlage. Denn da gibt es derzeit niemanden, der mit Merkel wirklich konstruktiv zusammenarbeiten möchte. Da ist die 41,5-Prozent-Marke eher eine Bürde, denn wer mag schon als „kleiner Partner“ in einer Koalition von der CDU beherrscht werden?

Das Scheitern der FDP an der 5-Prozent-Hürde wirkt sich nun fatal für die Union aus. Wahrscheinlich beißen sich gerade nicht wenige aus der Partei in den Allerwertesten, dass sie die Leihstimmenkampagne der FDP nicht doch unterstützt haben.

Hätte, hätte, Fahrradkette. Nun ist es zu spät! Apropos Steinbrück: Peer steht wie der Unterlegene von vor vier Jahren, Steinmeier, vor keiner rosigen Zukunft. Die Partei, und das wird langsam klar, hat genug von ihrem 15jährigen Kuschel-Mitte-Kurs und besinnt sich auf ihre sozialdemokratischen Werte. Schon während des Wahlkampfs wurde deutlich, dass die Übereinstimmungen mit der Linken sehr offenkundig ist. Kleine lustige Anmerkung am Rande: In einem Fernsehduell zwischen Sahra Wagenknecht (Die Linke) und Ralf Stegner (SPD) vor ein paar Tagen sollten die beiden Äußerungen von Vertretern beider Parteien der richtigen zuordnen. Sie scheiterten auffällig oft. So wie das Studiopublikum.

Eine Rot-Rot-Grüne Mehrheit im Bundestag wird aber vorerst nur hinter vorgehaltener Hand in Erwägung gezogen. Zu laut waren die öffentlichen Bekundungen der SPD vor der Wahl, dass man auf keinen Fall mit den Linken paktieren würde.

So haben wir jetzt die Situation, dass manche mit anderen nicht können und/oder wollen. Und der Ruf nach einer Neuwahl ist nur noch eine Frage der Zeit.

Und genau diese Entscheidung hängt jetzt an den Sozialdemokraten, denn sie müssen nämlich nun mit dem linken oder dem rechten Bein einknicken. Entweder mit der CDU als Juniorpartner den Steigbügelhalter für eine Große Koalition geben, den Politikwechsel verschieben und die Schröder-Ära um weitere vier Jahre verlängern (denn wer glaubt ernsthaft daran, dass Gabriel der Merkel vier Jahre lang einen Kurs vorgeben könnte – ungeachtet der geforderten Ministerposten) oder eben den Schritt zu einer Linken Koalition mit den Grünen und den Linken zu gehen und dadurch vor dem Wähler völlig unglaubwürdig dazustehen.

Wer ist jetzt eigentlich der wirkliche Verlierer der Wahl? 😉

Wahlwerbung

So, Mädels, jetzt mal Tacheles. Morgen ist Bundestagswahl. Und da erwartet ihr ja wie immer eine Wahlwerbung von mir. Hier kommt sie.

Schauen wir aber erstmal vier Jahren zurück. Da wurde das TV-Duell vom damaligen SPD-Kandidaten Steinmeier ja noch schläfriger geführt als vor zwei Wochen von Peer Steinbrück.

Aber mal ehrlich, „Pannen-Peer“ hätte den Stinkefinger auch Angi zeigen können, das würde ihn auch nicht retten vor der morgigen Niederlage. Denn wir müssen uns wohl weitere vier Jahre mit „Mutti“ zufrieden geben.

Man könnte natürlich darauf hoffen, dass die FDP die Fünf-Prozent-Hürde nicht schafft, aber erinnern wir uns an die Schleswig-Holstein-Wahl Anfang vergangenen Jahres, als die Zweitstimmen-Kampagne dem FDP-Mann-Kubicki überraschend mehr als 8 Prozent einbrachte. Und genau so wird es wahrscheinlich morgen laufen. Brüderle hat ja nun schon um Zweitstimmen gebettelt und die CDU-Wähler – sowieso gerade von der rechten Seite durch die AfD angegriffen – wollen ja möglichst in der heutigen Konstellation weiterregieren.

Und die Opposition? Da haben wir eben jenen Peer Steinbrück und z.B. Jürgen Trittin. Super! Irgendwie die selben Figuren, die uns die unsoziale Schröder-Ära mit eingebrockt haben (Agenda 2010, Hartz IV, Rente mit 67).

Bleiben noch die Linken. Mit denen will immer noch keiner spielen. Wobei meine Heimatzeitung mittlerweile die Prügel zur linken Seite fast eingestellt hat. Offenbar erkennen auch Journalisten, dass nur eine starke Linke die SPD wieder auf den rechten linken Pfad zurückbringen kann. Ich wette immer noch, dass unser letzter sozialdemokratische Kanzler, Willy Brandt, mit Lafontaine zu den Linken gewechselt wäre.

Und wenn ich mir manche Reaktionen auf meine sympathischen Aufrufe zu sozialer Politik (;-) ) so anschaue, dann kommen die von den Leuten, die sich genauso über steigende Sprit- und Ölpreise aufregen, über die Enenrgieversorger-Lobby den Kopf schütteln und vehement gegen die Privatisierung von Wasser kämpfen. Ja, da macht es natürlich Sinn, die FDP zu wählen.

Apropos aufgeklärter Mensch: Auf ein Hinweis zu Gregor Gysi („Gysi, Kanzler der Herzen“), derzeit mein Lieblingspolitiker, bekam ich bei Facebook postwendend einen Kommentar, der lautete: „Ein Kommunist…“

Das brachte mich wieder mal auf die bittere Tatsache, das 100 Jahre angeblicher Kommunismus und Sozialismus diese beiden Begriffe völlig negativ belegt haben.

Da gibt es kein Entkommen mehr. Sozialismus ist unser aller Tod! Jawoll! Ich habe übrigens auf den Kommentar geantwortet: „Oh Gott, ein Kommunist!! Jagd ihn!! Hängt ihn!! Mein Gott, wann erkennt ihr eigentlich, dass der Kapitalist euer Feind ist?“

Es ist doch sowieso sinnlos, den Leuten zu erklären, dass all die Sozial- und Kommunisten der Welt genau diesen nicht praktizieren oder praktiziert haben, sondern schlicht eine Parteiendikatur!

Deshalb verwende ich lieber den Begriff „sozialdemokratisch“. Eine soziale Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt setzt und wo der „Markt“ für ihn da ist. Und nicht anders herum.

Der Markt, der Markt!

Wenn ich dieser Stuss höre, kriege ich Ausschlag! Gemeint sind zu allererst die Börsen. Aber gut, darüber will ich mich nicht schon wieder auslassen, heute ist Wahlwerbung.

Deshalb gehet nun hin und macht euer Zweitstimmen-Kreuz an die Linke Stelle. Versucht die SPD und die Grünen dazu zu zwingen, mit einer rot-rot-grünen Regierung das Steuer zu mehr Menschlichkeit und Sozialer Gerechtigkeit herumzureißen.

So tut wie euch geheißen wurde, meine Schäflein.

Sonst wird Papi böse. 😉

Und wenn ihr es trotzdem nun gar nicht vermeiden könnt eine andere Partei (also die SPD oder die Grünen, der Rest ist ja unwählbar 😉 ) zu bekreuzen, dann tut das eben. Hauptsache ihr geht überhaupt zur Wahl!

Danke.

Was gesagt werden muss

Es nervt. Ich habe die Statusmeldung einer Stefanie Seel zum Anlass genommen, mal darauf zu antworten. Diese angeblichen Ansoichten einer jungen Lehrerein“ vergiften schon seit längerer Zeit das Klima zwischen den Kulturen.

Hier nun Stephanie Seel’s Post und darunter meine „Statusmeldung“ dazu:

Nachdem die „Zigeunersauce“ wegen Diskriminierung umbenannt werden soll…

!!!Bitte Durchlesen, gerade unsere Moslems etc. hier!!!

Da hat sich Jemand was vom Herzen geschrieben. Und Recht hat sie. Das ist der HAMMER!!! (kommt von einer jungen Lehrerin!)

Liebe verantwortliche Landes- und Bezirksschulräte und Politiker, liebe Ausländer! Wenn wir nicht mehr ‚Grüß Gott‘ sagen dürfen, gibt es nur eine Alternative:

Ihr habt das RECHT, Deutschland zu verlassen, wenn es euch nicht passt!

Schön langsam sollten auch wir in Deutschland wach werden! Zu Schulbeginn wurden in Stuttgarter Schulen, die Kinder von ihren Klassenvorständen informiert, wie man sich in der Gesellschaft zu verhalten hätte. Grüßen, Bitte und Danke sagen, einfach höflich und freundlich sein. Soweit in Ordnung, aber des Weiteren wurde ihnen auch mitgeteilt, dass das uns in Baden Württemberg vertraute ‚Grüß Gott‘ nicht mehr verwendet werden darf, da das die moslemischen Mitschüler beleidigen könnte.

Dazu kann man als Otto Normalbürger eigentlich nichts mehr anfügen und nur mehr den Kopf schütteln.

Ich kann’s gar nicht glauben. Ist aber wahr. Ihr könnt Euch gerne in Stuttgart in den Volksschulen erkundigen.

EINWANDERER UND NICHT DIE Deutschen SOLLEN SICH ANPASSEN!

Ich bin es leid, zu erleben, wie diese Nation sich Gedanken macht darüber, ob wir irgendein Individuum oder seine Kultur beleidigen könnten. Die Mehrheit der Deutschen steht patriotisch zu unserem Land. Aber immer und überall hört man Stimmen ‚politisch korrekter‘ Kreise, die befürchten, unser Patriotismus könnte andere beleidigen.

Versteht das bitte nicht falsch, ich bin keineswegs gegen Einwanderung; die meisten kamen nach Deutschland, weil sie sich hier ein besseres Leben erhofften.

Es gibt aber ein paar Dinge, die sich Neuankömmlinge, und offenbar auch hier Geborene, unbedingt hinter die Ohren schreiben sollten.

Die Idee von Deutschland als multikultureller Gemeinschaft hat bisher nur eine ziemliche Verwässerung unserer Souveränität und unserer nationalen Identität geführt. Als Deutsche haben wir unsere eigene Kultur, unsere eigene Gesellschaftsordnung, unsere eigene Sprache und unseren eigenen Lebensstil. Diese Kultur hat sich während Jahrhunderten entwickelt aus Kämpfen, Versuchen und Siegen von Millionen Männern und Frauen, die Freiheit suchten.

Wir sprechen hier Deutsch, nicht Türkisch, Englisch, Spanisch, Libanesisch, Arabisch, Chinesisch, Japanisch, Russisch, oder irgend eine andere Sprache. Wenn Sie also Teil unserer Gesellschaft werden wollen, dann lernen Sie gefälligst die Sprache!

‚Im Namen Gottes‘ ist unser nationales Motto. Das ist nicht irgendein politischer Slogan der rechten Parteien. Wir haben dieses Motto angenommen, weil christliche Männer und Frauen diesen Staat nach christlichen Prinzipien gegründet und entwickelt haben.

Es ist also auch nicht abwegig, dies an den Wänden unserer Schulen mit einem Kreuz zu manifestieren. Wenn Sie sich durch Gott beleidigt fühlen, dann schlage ich vor, Sie wählen einen anderen Ort auf der Welt als Ihren neuen Wohnsitz, denn Gott ist nun mal Teil unserer Kultur. Wenn Sie das Kreuz in der Schule empört, oder wenn Ihnen der christliche Glaube nicht gefällt, dann sollten Sie ernsthaft erwägen, in einen anderen Teil dieses Planeten zu ziehen, er ist groß genug. Wir sind hier glücklich und zufrieden mit unserer Kultur und haben nicht den geringsten Wunsch, uns groß zu verändern und es ist uns auch völlig egal, wie die Dinge dort liefen, wo Sie herkamen.

Dies ist UNSER STAAT, UNSER LAND, und UNSERE LEBENSART, und wir gönnen Ihnen gerne jede Möglichkeit, dies alles und unseren Wohlstand mit uns zu genießen.

Aber wenn Sie nichts anderes tun als reklamieren, stöhnen und schimpfen über unsere Fahne, unser Gelöbnis, unser nationales Motto oder unseren Lebensstil, dann möchte ich Sie ganz dringend ermutigen, von einer anderen, großartigen deutschen Freiheit Gebrauch zu machen, nämlich vom ‚RECHT UNS ZU VERLASSEN, WENN ES IHNEN NICHT PASST!‘

Wenn Sie hier nicht glücklich sind, so wie es ist, dann hauen Sie ab! Wir haben Sie nicht gezwungen, herzukommen. Sie haben uns darum gebeten, hier bleiben zu dürfen. Also akzeptieren Sie gefälligst das Land, das SIE akzeptiert hat.

Eigentlich ganz einfach, wenn Sie darüber nachdenken, oder?

Wenn wir dieses Schreiben an unsere Freunde und Bekannten weiterleiten, dann werden es früher oder später auch die Reklamierer in die Finger bekommen. Versuchen könnte man’s wenigstens. Egal, wie oft Ihr es empfangt… sendet es einfach weiter an alle, die Ihr kennt! …

 

Liebe Stefanie Seel,

ich bezweifle, dass das eine „junge Lehrerin“ geschrieben haben soll, sondern ein Mensch mit zweifelhafter politischen Gesinnung.

Ich kann ganz gut mit einem „Grüß Gott“ umgehen, akzeptiere sogar Kreuze im Klassenzimmer und sehe auch keine Verletzung der Gefühle Andersgläubiger.

Ich will mir aber nicht vorschreiben lassen an wen oder was ich glaube. Und deshalb lehne ich eine Bevormundung, gleich welcher Art, ab!

Und dazu gehört auch ein „Im Namen Gottes“ – mal abgesehen davon, dass ich nicht an IHN glaube, finde ich es eine derartige anmaßende Arroganz, von sich zu glauben, man könne im Namen Gottes sprechen, als wäre man ein persönlicher Gesandter des Herrn!

Ich bin es leid, dass man einen Glauben (welcher es auch sei) immer wieder dafür benutzt, Macht und Kontrolle über die Menschen zu erhalten.

Viele Tausend Jahre sind doch nun wirklich genug der Manipulation mit der Hilfe übernatürlicher Wesen!

Und rechte Trittbrettfahrer, die Volkes Zorn auf Ausländer mit solchen Parolen schüren, sind noch unerträglicher!