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„… and no religion, too!“

Da mag man in seiner Mitte ruhen wie ein Buddha, aber an der derzeitigen Debatte kommt man eben nicht vorbei – Pegida und die Attentate gegen Charlie Hebdo. Eigentlich zwei Debatten, die hierzulande zu einer gemacht werden.

Auf der einen Seite die endlose Debatte über die Morde im Namen Allahs. Als wenn der so etwas in Auftrag geben würde. „Tod allen Andersgläubigen!“ – am besten noch in Kombination mit einem Selbstmord. Und schon hat man als Islamist eine Schar Jungfrauen an der Backe, die von einem verlangen, endlich in die Geheimnisse der Liebe eingeführt zu werden. Wobei ich mich gerade frage, ob die Sache mit dem Sex ohne Ehe nicht auch im Koran ein No-Go ist.

Aber immer häufiger hört man sowas ja auch von Mädels: Die sind dann auch ganz gern mal mit einer modischen Sprengstoffweste unterwegs. Wobei ich mich dabei frage, was denen eigentlich versprochen wird. Über 72 unerfahrene Schnellschützen, die mit ihrem Colt nicht umgehen können, kann ja wohl kaum eine Frau ernstlich frohlocken. Aber was weiß ich schon von Frauen!

In Wahrheit sind das alles nur Männer und Frauen, die von Brandstiftern verführt und konditioniert wurden, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Oft sogar aus reinen weltlichen Gründen. Denn ich warte eigentlich immer noch darauf, das sich ein Oberhirte dieser Religion mal hinstellt und sagt, „hey, das war scheiße und findet nicht die Zustimmung des Islams!“. Dann wäre die Sache nämlich gegessen. Aber die Jungens da oben haben eben keinen Humor. Vor allem nicht, wenn es um sie selbst geht. Und das ist das eigentliche Problem. Denn wer möchte schon seinen Lebensinhalt verspottet sehen? Und das gilt natürlich für den Islam genauso wie für das Christentum, die Juden und was sonst noch so einen imaginären Freund lobpreist.

Unterm Strich bleiben Attentäter rücksichtslose und menschenverachtende Mörder, die verfolgt und zur Verantwortung gezogen werden müssen. Und weil das so ist, darf kein Karikaturist, kein Journalist, kein Politiker zurückweichen und sich dem Terror beugen!

Kommen wir zu den Dresdner Spaziergängerpatridioten. Also das eigentliche Deutsche Volk, wie sie von sich behaupten. Ich persönlich finde diesen Anspruch genauso dämlich wie die Forderung nach dem Ende der „Islamisierung des Abendlandes“. Das ist so ähnlich als würde ich mir ein paar gleichgesinnte Leute suchen und gegen die „Anglizismierung der Kontinental-Abendländischen Sprache“ kämpfen. So mit Transparenten und markigen Sprüchen.

Es ist doch völlig hohl gegen eine eventuelle Entwicklung in der Gesellschaft zu demonstrieren. Das kann man doch gar nicht aufhalten. Wenn beispielsweise 70 Prozent der Deutschen Bevölkerung spontan konvertieren, weil sie eine Marienscheinung haben, bei welcher Maria sich als Fangirlie des Propheten Mohammed outet, steht man mit seinem Pegida-Fähnchen ein bisschen dumm da.

Das Vorgehen der Pegida erinnert deshalb auch mich tatsächlich an das Dritte Reich, als alles arisch sein sollte.

Aber ich möchte nochmal in Erinnerung bringen, dass ich jede Art von Religion archaisch, lächerlich und in höchstem Maße lebensgefährlich finde. Wie man in Paris wieder schmerzlich feststellen müsste. Dass erwachsene Menschen an einen Heiland irgendwo „da drüben“ glauben können, ohne ihn im Hier und Jetzt jemals getroffen oder gar gesprochen zu haben, ist mir immer noch ein Rätsel. Vielleicht wäre der ja gar nicht so überzeugend, wäre gegebenenfalls sogar unsympathisch und verabscheute womöglich einen anständigen Espresso Corretto! Das könnte doch kein guter Mann sein, oder?

Und da drängt sich mir unweigerlich ein Zitat der einzigen von mir akzeptierten Gottheit auf, die einst folgenden Denkanstoß gab:

„Imagine there’s no countries,
it isn’t hard to do.
Nothing to kill or die for
and no religion, too.“

Ach, lieber Gott, wäre das nicht schön?!

Die Wahl der Wahl

Man muss dieser Tage schon viel lesen, um die vielen Meinungen über den Wahlausgang und die möglichen Koalitions-Konstellationen alle zu überblicken.

Mir fällt dabei besonders die kreativen Interpretationen des Wahlausgangs auf. Die einen meinen, es wäre ein phänomenaler Wahlsieg der CDU, denen sich alle anderen Parteien unterwerfen sollten, während andere einen Wahlsieg des linken Parteienspektrums erkennen können.

Also zwischen einem „Weiter so“ und einem Politikwechsel ist die deutsche Öffentlichkeit hin- und hergerissen. Allen voran die Presse. Von größenwahnsinnigen Sozialdemokraten und dem „deutlichen Wählerwillen“ wollen alle genau wissen, wer was nun zu tun hat.

Nun, sicher ist die SPD nicht größenwahnsinnig, wenn sie sich nicht als Mehrheitsbeschaffer von Mutti sieht und deshalb sechs Ministerien fordert und auf einige Eckpunkte ihrer Wahlkampfversprechen besteht. Denn bei näherem Hinsehen ist der „fantastische Wahlerfolg“ der CDU eine derbe Niederlage. Denn da gibt es derzeit niemanden, der mit Merkel wirklich konstruktiv zusammenarbeiten möchte. Da ist die 41,5-Prozent-Marke eher eine Bürde, denn wer mag schon als „kleiner Partner“ in einer Koalition von der CDU beherrscht werden?

Das Scheitern der FDP an der 5-Prozent-Hürde wirkt sich nun fatal für die Union aus. Wahrscheinlich beißen sich gerade nicht wenige aus der Partei in den Allerwertesten, dass sie die Leihstimmenkampagne der FDP nicht doch unterstützt haben.

Hätte, hätte, Fahrradkette. Nun ist es zu spät! Apropos Steinbrück: Peer steht wie der Unterlegene von vor vier Jahren, Steinmeier, vor keiner rosigen Zukunft. Die Partei, und das wird langsam klar, hat genug von ihrem 15jährigen Kuschel-Mitte-Kurs und besinnt sich auf ihre sozialdemokratischen Werte. Schon während des Wahlkampfs wurde deutlich, dass die Übereinstimmungen mit der Linken sehr offenkundig ist. Kleine lustige Anmerkung am Rande: In einem Fernsehduell zwischen Sahra Wagenknecht (Die Linke) und Ralf Stegner (SPD) vor ein paar Tagen sollten die beiden Äußerungen von Vertretern beider Parteien der richtigen zuordnen. Sie scheiterten auffällig oft. So wie das Studiopublikum.

Eine Rot-Rot-Grüne Mehrheit im Bundestag wird aber vorerst nur hinter vorgehaltener Hand in Erwägung gezogen. Zu laut waren die öffentlichen Bekundungen der SPD vor der Wahl, dass man auf keinen Fall mit den Linken paktieren würde.

So haben wir jetzt die Situation, dass manche mit anderen nicht können und/oder wollen. Und der Ruf nach einer Neuwahl ist nur noch eine Frage der Zeit.

Und genau diese Entscheidung hängt jetzt an den Sozialdemokraten, denn sie müssen nämlich nun mit dem linken oder dem rechten Bein einknicken. Entweder mit der CDU als Juniorpartner den Steigbügelhalter für eine Große Koalition geben, den Politikwechsel verschieben und die Schröder-Ära um weitere vier Jahre verlängern (denn wer glaubt ernsthaft daran, dass Gabriel der Merkel vier Jahre lang einen Kurs vorgeben könnte – ungeachtet der geforderten Ministerposten) oder eben den Schritt zu einer Linken Koalition mit den Grünen und den Linken zu gehen und dadurch vor dem Wähler völlig unglaubwürdig dazustehen.

Wer ist jetzt eigentlich der wirkliche Verlierer der Wahl? 😉

Wahlwerbung

So, Mädels, jetzt mal Tacheles. Morgen ist Bundestagswahl. Und da erwartet ihr ja wie immer eine Wahlwerbung von mir. Hier kommt sie.

Schauen wir aber erstmal vier Jahren zurück. Da wurde das TV-Duell vom damaligen SPD-Kandidaten Steinmeier ja noch schläfriger geführt als vor zwei Wochen von Peer Steinbrück.

Aber mal ehrlich, „Pannen-Peer“ hätte den Stinkefinger auch Angi zeigen können, das würde ihn auch nicht retten vor der morgigen Niederlage. Denn wir müssen uns wohl weitere vier Jahre mit „Mutti“ zufrieden geben.

Man könnte natürlich darauf hoffen, dass die FDP die Fünf-Prozent-Hürde nicht schafft, aber erinnern wir uns an die Schleswig-Holstein-Wahl Anfang vergangenen Jahres, als die Zweitstimmen-Kampagne dem FDP-Mann-Kubicki überraschend mehr als 8 Prozent einbrachte. Und genau so wird es wahrscheinlich morgen laufen. Brüderle hat ja nun schon um Zweitstimmen gebettelt und die CDU-Wähler – sowieso gerade von der rechten Seite durch die AfD angegriffen – wollen ja möglichst in der heutigen Konstellation weiterregieren.

Und die Opposition? Da haben wir eben jenen Peer Steinbrück und z.B. Jürgen Trittin. Super! Irgendwie die selben Figuren, die uns die unsoziale Schröder-Ära mit eingebrockt haben (Agenda 2010, Hartz IV, Rente mit 67).

Bleiben noch die Linken. Mit denen will immer noch keiner spielen. Wobei meine Heimatzeitung mittlerweile die Prügel zur linken Seite fast eingestellt hat. Offenbar erkennen auch Journalisten, dass nur eine starke Linke die SPD wieder auf den rechten linken Pfad zurückbringen kann. Ich wette immer noch, dass unser letzter sozialdemokratische Kanzler, Willy Brandt, mit Lafontaine zu den Linken gewechselt wäre.

Und wenn ich mir manche Reaktionen auf meine sympathischen Aufrufe zu sozialer Politik (;-) ) so anschaue, dann kommen die von den Leuten, die sich genauso über steigende Sprit- und Ölpreise aufregen, über die Enenrgieversorger-Lobby den Kopf schütteln und vehement gegen die Privatisierung von Wasser kämpfen. Ja, da macht es natürlich Sinn, die FDP zu wählen.

Apropos aufgeklärter Mensch: Auf ein Hinweis zu Gregor Gysi („Gysi, Kanzler der Herzen“), derzeit mein Lieblingspolitiker, bekam ich bei Facebook postwendend einen Kommentar, der lautete: „Ein Kommunist…“

Das brachte mich wieder mal auf die bittere Tatsache, das 100 Jahre angeblicher Kommunismus und Sozialismus diese beiden Begriffe völlig negativ belegt haben.

Da gibt es kein Entkommen mehr. Sozialismus ist unser aller Tod! Jawoll! Ich habe übrigens auf den Kommentar geantwortet: „Oh Gott, ein Kommunist!! Jagd ihn!! Hängt ihn!! Mein Gott, wann erkennt ihr eigentlich, dass der Kapitalist euer Feind ist?“

Es ist doch sowieso sinnlos, den Leuten zu erklären, dass all die Sozial- und Kommunisten der Welt genau diesen nicht praktizieren oder praktiziert haben, sondern schlicht eine Parteiendikatur!

Deshalb verwende ich lieber den Begriff „sozialdemokratisch“. Eine soziale Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt setzt und wo der „Markt“ für ihn da ist. Und nicht anders herum.

Der Markt, der Markt!

Wenn ich dieser Stuss höre, kriege ich Ausschlag! Gemeint sind zu allererst die Börsen. Aber gut, darüber will ich mich nicht schon wieder auslassen, heute ist Wahlwerbung.

Deshalb gehet nun hin und macht euer Zweitstimmen-Kreuz an die Linke Stelle. Versucht die SPD und die Grünen dazu zu zwingen, mit einer rot-rot-grünen Regierung das Steuer zu mehr Menschlichkeit und Sozialer Gerechtigkeit herumzureißen.

So tut wie euch geheißen wurde, meine Schäflein.

Sonst wird Papi böse. 😉

Und wenn ihr es trotzdem nun gar nicht vermeiden könnt eine andere Partei (also die SPD oder die Grünen, der Rest ist ja unwählbar 😉 ) zu bekreuzen, dann tut das eben. Hauptsache ihr geht überhaupt zur Wahl!

Danke.

Was gesagt werden muss

Es nervt. Ich habe die Statusmeldung einer Stefanie Seel zum Anlass genommen, mal darauf zu antworten. Diese angeblichen Ansoichten einer jungen Lehrerein“ vergiften schon seit längerer Zeit das Klima zwischen den Kulturen.

Hier nun Stephanie Seel’s Post und darunter meine „Statusmeldung“ dazu:

Nachdem die „Zigeunersauce“ wegen Diskriminierung umbenannt werden soll…

!!!Bitte Durchlesen, gerade unsere Moslems etc. hier!!!

Da hat sich Jemand was vom Herzen geschrieben. Und Recht hat sie. Das ist der HAMMER!!! (kommt von einer jungen Lehrerin!)

Liebe verantwortliche Landes- und Bezirksschulräte und Politiker, liebe Ausländer! Wenn wir nicht mehr ‚Grüß Gott‘ sagen dürfen, gibt es nur eine Alternative:

Ihr habt das RECHT, Deutschland zu verlassen, wenn es euch nicht passt!

Schön langsam sollten auch wir in Deutschland wach werden! Zu Schulbeginn wurden in Stuttgarter Schulen, die Kinder von ihren Klassenvorständen informiert, wie man sich in der Gesellschaft zu verhalten hätte. Grüßen, Bitte und Danke sagen, einfach höflich und freundlich sein. Soweit in Ordnung, aber des Weiteren wurde ihnen auch mitgeteilt, dass das uns in Baden Württemberg vertraute ‚Grüß Gott‘ nicht mehr verwendet werden darf, da das die moslemischen Mitschüler beleidigen könnte.

Dazu kann man als Otto Normalbürger eigentlich nichts mehr anfügen und nur mehr den Kopf schütteln.

Ich kann’s gar nicht glauben. Ist aber wahr. Ihr könnt Euch gerne in Stuttgart in den Volksschulen erkundigen.

EINWANDERER UND NICHT DIE Deutschen SOLLEN SICH ANPASSEN!

Ich bin es leid, zu erleben, wie diese Nation sich Gedanken macht darüber, ob wir irgendein Individuum oder seine Kultur beleidigen könnten. Die Mehrheit der Deutschen steht patriotisch zu unserem Land. Aber immer und überall hört man Stimmen ‚politisch korrekter‘ Kreise, die befürchten, unser Patriotismus könnte andere beleidigen.

Versteht das bitte nicht falsch, ich bin keineswegs gegen Einwanderung; die meisten kamen nach Deutschland, weil sie sich hier ein besseres Leben erhofften.

Es gibt aber ein paar Dinge, die sich Neuankömmlinge, und offenbar auch hier Geborene, unbedingt hinter die Ohren schreiben sollten.

Die Idee von Deutschland als multikultureller Gemeinschaft hat bisher nur eine ziemliche Verwässerung unserer Souveränität und unserer nationalen Identität geführt. Als Deutsche haben wir unsere eigene Kultur, unsere eigene Gesellschaftsordnung, unsere eigene Sprache und unseren eigenen Lebensstil. Diese Kultur hat sich während Jahrhunderten entwickelt aus Kämpfen, Versuchen und Siegen von Millionen Männern und Frauen, die Freiheit suchten.

Wir sprechen hier Deutsch, nicht Türkisch, Englisch, Spanisch, Libanesisch, Arabisch, Chinesisch, Japanisch, Russisch, oder irgend eine andere Sprache. Wenn Sie also Teil unserer Gesellschaft werden wollen, dann lernen Sie gefälligst die Sprache!

‚Im Namen Gottes‘ ist unser nationales Motto. Das ist nicht irgendein politischer Slogan der rechten Parteien. Wir haben dieses Motto angenommen, weil christliche Männer und Frauen diesen Staat nach christlichen Prinzipien gegründet und entwickelt haben.

Es ist also auch nicht abwegig, dies an den Wänden unserer Schulen mit einem Kreuz zu manifestieren. Wenn Sie sich durch Gott beleidigt fühlen, dann schlage ich vor, Sie wählen einen anderen Ort auf der Welt als Ihren neuen Wohnsitz, denn Gott ist nun mal Teil unserer Kultur. Wenn Sie das Kreuz in der Schule empört, oder wenn Ihnen der christliche Glaube nicht gefällt, dann sollten Sie ernsthaft erwägen, in einen anderen Teil dieses Planeten zu ziehen, er ist groß genug. Wir sind hier glücklich und zufrieden mit unserer Kultur und haben nicht den geringsten Wunsch, uns groß zu verändern und es ist uns auch völlig egal, wie die Dinge dort liefen, wo Sie herkamen.

Dies ist UNSER STAAT, UNSER LAND, und UNSERE LEBENSART, und wir gönnen Ihnen gerne jede Möglichkeit, dies alles und unseren Wohlstand mit uns zu genießen.

Aber wenn Sie nichts anderes tun als reklamieren, stöhnen und schimpfen über unsere Fahne, unser Gelöbnis, unser nationales Motto oder unseren Lebensstil, dann möchte ich Sie ganz dringend ermutigen, von einer anderen, großartigen deutschen Freiheit Gebrauch zu machen, nämlich vom ‚RECHT UNS ZU VERLASSEN, WENN ES IHNEN NICHT PASST!‘

Wenn Sie hier nicht glücklich sind, so wie es ist, dann hauen Sie ab! Wir haben Sie nicht gezwungen, herzukommen. Sie haben uns darum gebeten, hier bleiben zu dürfen. Also akzeptieren Sie gefälligst das Land, das SIE akzeptiert hat.

Eigentlich ganz einfach, wenn Sie darüber nachdenken, oder?

Wenn wir dieses Schreiben an unsere Freunde und Bekannten weiterleiten, dann werden es früher oder später auch die Reklamierer in die Finger bekommen. Versuchen könnte man’s wenigstens. Egal, wie oft Ihr es empfangt… sendet es einfach weiter an alle, die Ihr kennt! …

 

Liebe Stefanie Seel,

ich bezweifle, dass das eine „junge Lehrerin“ geschrieben haben soll, sondern ein Mensch mit zweifelhafter politischen Gesinnung.

Ich kann ganz gut mit einem „Grüß Gott“ umgehen, akzeptiere sogar Kreuze im Klassenzimmer und sehe auch keine Verletzung der Gefühle Andersgläubiger.

Ich will mir aber nicht vorschreiben lassen an wen oder was ich glaube. Und deshalb lehne ich eine Bevormundung, gleich welcher Art, ab!

Und dazu gehört auch ein „Im Namen Gottes“ – mal abgesehen davon, dass ich nicht an IHN glaube, finde ich es eine derartige anmaßende Arroganz, von sich zu glauben, man könne im Namen Gottes sprechen, als wäre man ein persönlicher Gesandter des Herrn!

Ich bin es leid, dass man einen Glauben (welcher es auch sei) immer wieder dafür benutzt, Macht und Kontrolle über die Menschen zu erhalten.

Viele Tausend Jahre sind doch nun wirklich genug der Manipulation mit der Hilfe übernatürlicher Wesen!

Und rechte Trittbrettfahrer, die Volkes Zorn auf Ausländer mit solchen Parolen schüren, sind noch unerträglicher!

 

New

Es ist vollbracht! In meinem letzten Blog vor etwa 15 Monaten hatte ich ja angekündigt, ein Album aufnehmen zu wollen. Ein bisschen Zweifel, es zu schaffen, hatte ich natürlich immer. Aber, was soll ich sagen – isch habbe fertig! :-)

Allerdings ist das Album „Everest“ schon am 25. Juni 2013 erschienen. Natööörlich an diesem Datum. 😉

Aber am vergangenen Sonnabend fand das Release-Konzert zum Album in Hannover statt. Und da stand Marino in nun knapp 32 Jahren Bühnentätigkeit zum ersten Mal ganz allein auf der Bühne.

Schön war’s! Mal für alles allein zuständig zu sein. Ich wüsste nicht, was mich zukünftig davon abhalten könnte, es genau so weiter zu machen.

Na ja, z. B. körperliche Gebrechen, die mich derzeit quälen und mit denen ich mich wohl auch für den Rest meines Lebens herumschlagen muss.

Denn vergangene Woche eröffnete mir mein Arzt, dass ich zwischen dem 4. und 5. Wirbel keine Bandscheibe mehr habe. Und die darunter verflüchtigt sich auch langsam.

Da habe ich mich aber gefreut.

Yo, und Blutdruck habe ich auch.

Da geselle ich mich jetzt also zudem auch noch zu den täglichen Pillenschlucker, kaum dass ich mein halbes Jahrhundert erfolgreich absolviert habe.

Schon ein absonderliches Gefühl, von Chemie abhängig zu sein. Nun ja, ich hoffe, da ist noch nicht das letzte Wort drüber gesprochen worden. Ich bin ja ein Mensch mit viel Selbstdisziplin, der auch verzichten kann.

Z.B. auf Kaffee. Lakritz. Und seit vier Monaten auch wieder auf Fleisch.

Nun, Letzteres fällt mir ja bekanntlich nicht so schwer. Nach eine dreijähriger Pause, bin ich also wieder zum Vegetarismus übergewechselt. Und da gehöre ich auch hin. Das fühlt sich zumindest für mich richtiger an.

Aber im Ernst: ohne Kaffee? Ich warte immer noch vergeblich darauf, dass mir das nichts ausmacht… :-(

Seit einem Monat bin ich auch wieder allein und dadurch nach Bissendorf gezogen. Schöne Ecke hier in der Wedemark. Und auch nicht so weit von meinen Töchtern weg.

Aber genug von mir. 😉

Paul McCartney bringt nächsten Monat auch ein neues Album heraus. „New“ heißt es. Der Name gefällt mir. Wobei wir wieder bei mir wären. Neu sind nicht nur meine Lebensumstände, sondern auch meine Lust auf Blogs. 😉

Ihr werdet schon sehen was ihr davon habt. 😉

Es ist Zeit, Zeit zu haben!

„Irgendwann wirst du wach und stellst fest, dass du keine Zeit mehr hast, die Dinge zu tun, die du immer machen wolltest, wenn du Zeit hast.“ So etwas ähnliches hat wohl mal Paulo Coelho gesagt, habe ich neulich gelesen. Da war allerdings mein Entschluss schon gefasst, dass diese Zeit – eben Zeit zu haben! – für mich nun gekommen ist.

Denn wenn man neun Jahre in einer Coverband spielt, verliert man leicht aus den Augen, dass man eigentlich auf dieser Welt ist, um kreativ zu sein. Um neue Musik zu schaffen. Zumindest hat sich mein Leben bisher 49 Jahre lang so angefühlt. Dann muss da schließlich auch etwas dran sein.

Nun habe ich also mein mühsam erspartes und, mit der oben erwähnten Coverband, erspieltes Geld zusammengekratzt und ein kleines Heimstudio eingerichtet. Für die nächsten zwölf Monate werde ich versuchen, wieder dort anzuknüpfen, wo ich irgendwann den Faden für mich verloren habe.

Mein Plan besagt zwar, dass ich an meinem 50. Geburtstag einen Tonträger in der Hand halten möchte, aber für mich ist eher der Weg das Ziel. Zu schreiben, zu komponieren, etwas entstehen zu lassen, wo vorher nur ein musikalischer Gedanke war, das war schon immer meins.

Und wenn es dann halt noch etwas länger dauert, bedeutet das wahrscheinlich nur, dass ich so viel Spaß daran hatte, dass ich es einfach noch nicht enden lassen möchte. 😉

Wer mehr darüber erfahren und „miterleben“ möchte, kann das ausführlich auf dem Bandaccount bei Facebook oder etwas komprimierter auf der Carlini-Website.

Die Ware Musik

Der gute Sven Regener hat einen Sturm der Entrüstung losgetreten mit seinem Interview zum Thema Urheberrecht mit Bayern-2-„Zündfunk“-Autor Erich Renz. Denn Sven wird derzeit ins Gesicht gepisst. Offenbar von allen. Von den YouTube-Usern und der Gesellschaft im allgemeinen. Und um nicht uncool dazustehen, regt er sich eben medial ein wenig auf. Am Rande auch über die Piratenpartei. Lustig.

Hier mal das Interview:

Sven Regener’s Wutrede

Hr. Regener möchte offensichtlich – plakativ, mit markigen Worten á la BILD – auf ein Problem aufmerksam machen, das ihm auf der Seele oder mehr noch auf der Brieftasche liegt. Dumm nur, dass er seine Argumentation nicht zu Ende gedacht hat.

Denn jeder User von YouTube bezahlt schon für die Inhalte. Nämlich über die GEZ. Vergleichbar mit dem Eintritt in ein Museum, in dem ich mir die großen Meisterwerke der Künstler anschauen kann, begleiche ich mit dieser Gebühr die Nutzung an visuellen und akustischen Angeboten im Fernsehen, im Radio UND im Netz.

Dass der Künstler dabei vielleicht leer ausgeht, ist offensichtlich der Gebührenverteilung der GEZ geschuldet, nicht dem Konsumenten.

Denn grundsätzlich hat die Wutrede des Hr. Regeners ja einen wahren Kern. Aber wie soll man die Künstler vergüten? Die GEMA macht vor, wie man es NICHT machen sollte. Ich bin aus dieser Gesellschaft ausgetreten, nachdem sie immer noch ihren jährlichen Obolus von 25 Euro von mir haben wollte, obwohl ich Tausende Verkäufe und jahrzehntelange Mitgliedschaft vorweisen konnte. Ihr also schon genug eingebracht habe. Aber das registriert die GEMA mit ihrem indiskutablen Verteilungsschlüssel nicht mal.

Warum regt sich Hr. Regener dann also über seine Fans auf? Denn genau die sind es, die seine Werke „umsonst“ aus dem Netz saugen. Aus schlechtem Gewissen heraus, werden diese nun sicher nicht hingehen und alle „Element-of-Crime“-CDs kaufen. Sie werden sich evtl. sogar abwenden von Hr. Regener. Vielleicht ist es einfach cleverer, es als Promotion zu sehen und zu hoffen, dass ein paar Fans mehr kommen beim nächsten Konzert.

Aber auf ein Happy end würde ich nicht setzen – mein letztes Album lief ja nachweislich fünf Jahre im städtischen Kino. Jeden Tag vor der Abendvorführung im größten Saal. Fünf Jahre. Jeden Tag. Ich habe allerdings auch nicht mehr Leute in den Konzerten gesehen und … – natürlich auch von der GEMA keinen Cent dafür bekommen.

Plattenfirmen sind wichtig? Für wen, mein Gott? Wir brauchen Promotion, Werbung und jemand, der uns und unsere Musik öffentlich platziert. Ein paar Konzerte schaden auch nie. Die Musiker sollten sich emanzipieren von der Industrie. Ihre Musik selbst auf ihrer Homepage anbieten. Mag sein, dass sie nur noch einen Bruchteil von den Verläufen haben werden wie früher. Aber dafür gehört ihnen die komplette Einnahme. Und nicht nur 5 Cent an einem Song.

Ich denke, das Modell könnte sich rechnen.

Jetzt geht’s endlich los!

Ich hatte wirklich vor, alles aufzuschreiben, mich einzumischen und aufzuklären. Aber es ist das passiert, was ich nie für möglich gehalten habe! Der Winter schoss an mir vorbei! :-)

Was mache und nehme ich mir nicht jedes Jahr vor, um möglichst so schnell es geht an den Monaten vorbei zu kommen, die hier nicht genannt werden dürfen. Die vier Monate, die mir vor Kälte, Dunkelheit und Ekel ein Gräuel sind. Aber in diesem Winter waren Du-weißt-schon-welche so schnell Historie, dass selbst ich es nicht für möglich gehalten habe. Heute ist schon der 26. des letzten Nichtgenannten! Wobei wir dieses Jahr ja noch einen Zuschlag bekommen – Schaltjahr. :-(

Aber ich will mich nicht beschweren. Kaum Kälte, wenn wir mal von der vor drei Wochen absehen, und überhaupt kein weißes Zeugs auf der Straße und überall.
Es kann es doch nur ein gutes Jahr werden. :-)

Die Zeichen stehen offensichtlich auf Grün für dieses Jahr. Sogar den Bundeskollektorpräsident Wulff sind wir losgeworden! Wahrscheinlich auch ein im Winter Geborener. Wobei er sowieso nie wirklich in unserer Welt angekommen ist. Der Typ meint allen Ernstes, diese Amigo-Geschichten sind seit den seligen Strauß-Tagen irgendwann mal legalisiert worden. Nein, sind sie nicht, Mann! Der Typ hat somit die Rückversetzung in die Hauptschule – Prüfungsfach „Werte und Normen“! – mehr als verdient.

Aber kommen wir zu etwas Unangenehmem: Mein Urlaub ist heute zu Ende gegangen! Zwei Wochen! Genauso schnell vergangen wie der Winter.

Die zukünftig beste Ehefrau von allen war mit mir auf einer Liebesreise in Paris. Jawohl. :-)

Na, zumindest war es so geplant. Es kam etwas anders…

Aber ich will mich nicht beklagen, Paris ist schon schön. Aber so wie in jeder Großstadt stören nur die Menschen darin! Ich habe es nicht für möglich gehalten, wie unfreundlich eine ganze Stadt sein kann. Glaubt mir, ich hätte für ein Lächeln bezahlt! Aber der Kaffee war mit durchschnittlich 4,50 EUR schon so teuer, dass mir das Geld knapp geworden wäre. So umgaben wir uns halt mit unfreundlichen Menschen. Ich vermute allerdings, dass man auch mit Geld keine Freundlichkeit in der „Stadt der Liebe“ bekommen würde.

Aber der Eiffelturm ist cool! 😉

Ja, und überüberübermorgen ist schon März! Der Frühlingsmonat! Zumindest überwiegend. JETZT freue ich mich auf das Jahr. :-)

2012 kann kommen! :-)