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Die Impfe

Posted by Marino on Jan 25, 2010 in Ich

Ach, was war ich gut drauf und auch glücklich, als mein Arzt bei seinem “Kontrollgang” meinte, dass es mir ja prächtig ginge und alles schön wäre. Beim Verabschieden sagte er dann noch beiläufig, dass meine Tetanus/Diphtherie-Impfung ja schon eine Weile her wäre und wenn ich mich fit fühlen würde, könnte ich mir ja gleich mal vorn bei den Mädels eine Spritze abholen. Gesagt, getan …

Also, ich habe mich ja grundsätzlich vor jeder Impfung gedrückt in den vergangenen Jahren oder sie schlicht verweigert, wo auch nur Grippe oder ähnliches draufstand. Ich bin eben sehr empfindlich …

… ist mir jetzt wieder eingefallen! :-/

Am vergangenen Mittwoch zumindest war mir das entfallen. :-(

Ich holte also brav meinen Piekser von der Sprechstundenhilfe (oder heißt das jetzt schon Vollstreckungsassistentin?) ab mit dem Kommentar, “nun schreien Sie doch nicht so laut, Herr Carlini!!” und fuhr zufrieden zur Arbeit zurück, die ich ja nur zur Pause für den Arztbesuch unterbrochen hatte.

Mir ging es auch den Rest des Tages ganz gut.

Aber auf einen Mittwoch folgt naturgemäß immer auch ein Donnerstag. Und auf eine von mir harmlos geglaubte Impfung, folgt bei mir genauso naturgemäß eine Komplikation.

Auf der Arbeit tagsüber zogen dann die Verkünder des menschlichen Unwohlseins auf - Kopfschmerz, Übelkeit und Temperatur. Das war ja genau das, was ich brauchte. Natürlich blieb ich ganz Mann und hielt tapfer durch, bis ich dann um 20 Uhr zu Hause auf dem Sofa schließlich zusammenbrach. Mit letzter, schier unmenschlicher Kraft, konnte ich mir nach einer telefonischen Anleitung meiner Freundin gerade noch so das Thermometer unter den Arm schieben (”Nein, Schatz, Mund und andere Öffnungen sind absolut tabu!”).

“Schatz, ich befürchte, das Thermometer ist unter meinem Arm gerade geschmolzen!” - “Wieviel zeigen denn die verkohlten Rückständen an?” - “38,4!” - “Das ist sehr hoch, aber du wirst es vermutlich überleben!” - “OK, aber dann unterhalte mich jetzt noch…!” Ja, Männer leiden - und das erwähnte ich hier an dieser Stelle schon öfter - wesentlich intensiver und brauchen deshalb Zerstreuung.

Ob es an den nur bei Männern auftretenden wesentlich stärkeren Schmerzen liegt, die wir im Vergleich zu Frauen aushalten müssen oder ob der Schmerz wegen unseres erheblich komplexeren Gehirns nur ausgeprägter auftritt, kann die Wissenschaft noch nicht mit Bestimmtheit sagen, ich lag jedoch auch noch am Freitag brach auf dem heimischen Sofa.

Am Samstag ging es mir dann wieder einigermaßen.

Das Fazit: Wir wissen ja, dass die Schmerzrezeptoren beim Mann einfach umfangreicher ausgebaut sind als bei der Frau, das Weib hingegen jedoch ein besseres Gedächtnis ihr eigen nennen darf (das weiß jeder Mann…!). Deshalb wäre es wunderschön, wenn mich eine holde Maid in zehn Jahren daran erinnern würde. Also an die Impfung von vergangenem Mittwoch.

Schatz, kannst du das bitte übernehmen?

 
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Santorini - Erlebnisse eines Traumurlaubs (Oktober 2003)

Posted by Marino on Jan 24, 2010 in Ich

Mein kurzer Reisebericht von Malle hat mich auf einen früheren gebracht, den ich 2003 bei Dooyoo eingestellt habe, nachdem ich auf Santorini war. Und da das hier ein Tagebuch ist, gehört auch das ältere Zeug hier rein. Nun denn …

Montag, 22. September 2003, 20:15 Uhr im Kino meiner Wahl: Der Vorspann des Films “Tomb Raider II” flimmerte über die riesige Leinwand. Die Kamera fliegt über ein tiefblaues Meer, zieht hoch, ein malerisches, in blauweiß gehaltenes Dorf zeigt sich. Direkt an den Klippen. Was für ein Anblick! Ein Untertitel wird eingeblendet: “Santorin, Greece”

“Da muss ich hin!” Der Gedanke, den ich tags drauf gegenüber meiner Freundin formulierte, stieß auf heftige Zustimmung, “da wollte ich auch schon immer hin.” Der noch nicht näher geplante Urlaub im Oktober hatte nun ein Ziel.

Ein paar Tage darauf stand die Buchung für den 16. Oktober ab Hannover mit LH (als Mitarbeiter habe ich da gewisse Vergünstigungen… ;->) nach Athen über Frankfurt und schließlich mit Olympic Airways nach Santorini.

Am besagten Donnerstag dann morgens um 6:10 Uhr saßen wir schließlich im ersten von drei Fliegern, die uns zu der Trauminsel bringen sollten. Es hat auch fast alles super geklappt mit den Flügen.

Aber eben nur fast.

Auf dem ersten Flug saßen meine Freundin und ich tatsächlich nebeneinander - nur sie in Reihe 16, ich in Reihe 17!

Nach Athen hat’s dann besser geklappt - diesmal war allerdings der Gang noch zwischen uns.

Aber aller guten Dinge sind drei!

Diesmal aber nicht.

Auf dem letzten Wegstück saß sie in Reihe 3 und ich in Reihe 17.

Als wir aber auf Santorini ankamen und in Karterados (etwa 1 km von der Hauptstadt Thira entfernt) in unserer Pension eincheckten und die dort gerade geführte Diskussion mitbekamen, wussten wir, dass es doch die bessere Entscheidung war, mit Lufthansa zu fliegen. Alle anderen Gäste flogen mit Aero Lloyd, die just an diesem Tag Konkurs anmeldete. Nun, die Geschichten der abenteuerlichen Rückreisen (wie wir später erfuhren) müssen die Betroffenen selbst erzählen … ;-)

Woran ich mich allerdings erst gewöhnen musste während der gesamten sieben Tage auf Santorini, war, dass es wirklich um 19 Uhr schon dunkel war. Eigentlich klar, hatte aber gar nicht daran gedacht, dass die Unterschiede innerhalb Europas nun auch wieder nicht sooo groß sind …

Am nächsten Tag vergewisserten wir uns, dass wir tatsächlich keine Jacken brauchten tagsüber. Schon vormittags etwa 24 Grad. Nur abends sollten wir uns auf ein wenig Wind und so um die 18 Grad einstellen. Kein Problem.

Wir gingen nach dem Frühstück erstmal zu Fuß nach Thira, der Hauptstadt Santorinis. Gleich direkt an die Caldera, dem Kraterrand der Insel. Wir wurden vom Anblick förmlich erschlagen. Alle Naturkatastrophen haben zumindest in der Nachbetrachtung doch noch ein positives Element. Zumindest optisch. Zumindest auf Santorini.

Allerdings mussten wir uns gleich an die dortigen Preise gewöhnen. Das hatte man uns verschwiegen. Wir rechneten damit, dass nicht mehr alle Lokale und Läden offen waren - im Oktober geht Santorini langsam in den Winterschlaf - doch vier (!) Euro (gefühlte 8 DM) für einen kleinen Cappuccino war dann doch überraschend. Ich mutmaßte gegenüber meiner Liebsten, dass mit jedem Kauf einer Erfrischung oder eines Mahls vielleicht auch Anteilschaften an der Caldera miterworben würden. Sie bezweifelte dies. “Und mit dem Milchshake für 6 Euro auch nicht?” - “Nein, ich denke, damit auch nicht.”

Ich beschloss, es so zu machen wir im vergangenen Jahr in London: ein Pfund ist ein Euro. Gedanklich. Gefühlt. Diesmal eben ein Euro = eine Mark. Damit ließ sich leben. Zumindest war mein Gewissen, ob der zu erwartenden Ausgaben ruhig gestellt.

10 DM für eine Vorspeise? Das geht doch!

Wir marschierten los. Einmal quer am Kraterrand entlang und genossen den Ausblick. Bis Firostefani, ein Dorf weiter und natürlich durch die unzähligen Lädchen und Verkaufsbuden mit Souvenirs, Schmuck und was sonst noch an jeder anderen Promenade der westlichen Touristikwelt auch zu finden ist. Alles meist in “drei Etagen”, da am Hang der Caldera gelegen.

“Want a donkey ride?” Ein älterer, uriger Einheimischer bot uns ein lebendes Vehikel für die Hunderten von Stufen hinab an den Hafen von Thira (übrigens auch Fira genannt - da ist man sich dort nicht wirklich einig). Nein, als überzeugter Vegetarier aus ethischen Gründen und Feind jeglicher Ausbeutung anderer Lebewesen, war das für mich natürlich kein Thema. “I’m sorry. I won’t ride - even with a horse I wouldn’t!” - “Only three Euro.” - Ok, ich muss mich auf einfaches Englisch beschränken, “no!”

Er verstand. Ansonsten können die meisten Ober und Verkäufer gut bis sehr gut englisch. Besonders wenn es ums Geschäft geht. Small talk muss ja eigentlich auch nicht sein. Der Markt reguliert sowas ja immer sehr schnell…
Mit deutsch kommt man übrigens auch gut weiter. Wie gesagt, der Markt reagiert auf die Bedürfnisse, denn deutsche Touristen sind dort auch sehr stark vertreten…

Eines vorweg genommen: Ich versuchte einige Brocken griechisch zu lernen - aber ich versagte kläglich!

“Nein, die Seilbahn haben wir doch nicht nötig, gell’ Schatz?” Diese Suggestivfrage überzeugte meine Freundin. Wir gingen also zu Fuß hinab.

Nach 30 Minuten wurde mein Atem schwer.

Sehr schwer.

Wieso wollte sie eigentlich nicht mit der Seilbahn fahren? Hätte sie mich nicht mal überzeugen können?

Nachdem wir mit fast letzter Kraft unten im Hafen angekommen waren, meldete sich der Magen. Ich überschlug mein Barvermögen. Etwa 150 Euro. Das dürfte reichen für ein karges Mahl für zwei.

Wir freuten uns auf die sprichwörtliche griechische Gastfreundlichkeit - allerdings beim nächsten Griechen-Besuch im Stammrestaurant in der deutschen Heimat. Denn in Santorini gehen sie ihren eigenen Verkaufsweg. Man warnte uns schon vor der Reise vor der Tourismusmüdigkeit der Einheimischen gegen Ende der Saison.

Zu den saftigen Preisen kam also noch eine demütige Bittstellhaltung beim Ordern der Speisen. Das funktionierte prima. So wurden die Griechen und ich Freunde.
Kleiner Exkurs in Sachen Freundlichkeit auf Santorini: Tage später saßen wir in einem Restaurant in Ia an der Nordküste, in dem uns die Besitzerin erklärte, dass sie das ewige “Bitte’ und “Danke” satt habe und es einfach aus ihrem Wortschatz “verbannt” hätte. Kein Witz. Allerdings konnte ich mir beim Verlassen ihres Lokals nicht verkneifen, auf ihren “Schönen Tag noch”-Gruß mit einem breiten Grinsen zu antworten: “Thank you!” ;-)

Also der Santoriner Sevicebereich und ich hatten uns also auf eine eigene Art der Kommunikation geeinigt. Ich war schleimig freundlich, dafür bekam ich alles, was ich wollte. ;-)

Das Essen war saugut. “Käse Saganaki”. Hatte ich das schon vorher mal gegessen? Keine Ahnung, aber so gut hatte es jedenfalls noch nicht geschmeckt. Es landete auf Anhieb in meinen Top 10.

Der Hafen beherbergt eigentlich permanent einige Kreuzfahrtschiffe und Fähren, die für einen Tag oder nur ein paar Stunden anlegen, während die Urlauber dann die Insel heimsuchen können.

“Upstairs with a donkey?” - “Sorry, we just arrived down here.” - “Only 3 Euro!” - Mist, ich vergaß. “No!” Es nervte langsam.

Die überall angebotene Rundfahrt mit einem Besuch auf der Vulkaninsel Nea Kameni gegenüber der Caldera nahmen wir uns für einen der nächsten Tage vor. Ansonsten Souvenirläden quer durch den Hafen.

“Hey, Donkey? Only 3 Euro!” - “Nein!!” (Ich übersetzte nun auch nicht mehr)

Wir fuhren mit der Seilbahn wieder hoch nach Thira, genossen weiterhin den Ausblick auf die beiden Vulkaninseln Nea Kameni und Palea Kameni vor der Caldera sowie alle angebotenen Waren in den Geschäften. Der Wirtschaftsverbund santorinischer Handelsleute freute sich noch mehr über unser Geld.

Am Ende des ersten Tages war ich zum ersten Mal pleite.

Am zweiten Tag nach dem Frühstück ging es ab ans Meer. Auf der Ostseite Santorinis gegenüber der westlichen Caldera lag der kilometerlange Strand. Kein Sand, aber feines kieselartiges Gestein. Sehr Badeurlauber-freundlich. Es lässt sich sehr angenehm darauf gehen, man hat aber nicht die Unannehmlichkeiten des Sands in der Hose nach dem Badegang. Sollten sich die Mittelmeer-Urlaubsanbieter mal ansehen. Wäre ein toller Exportschlager für Santorini. ;-)

Man empfahl uns Perivolos, südöstlich der Badehochburg Perissa gelegen. Um diese Zeit ist da nie jemand, so sagte man uns. Selbst in der Hauptzeit soll es dort nicht sehr voll sein.

Wir waren tatsächlich die einzigen weit und breit an diesem Strand. Und das Wasser war noch über 20 Grad warm. Die Prognosen diesbezüglich bestätigten sich also. Ein schöner Tag. War es wärmer als tags zuvor? Hm, ich vermutete schon.

Gegen Nachmittag wollten wir wieder nach Thira. Wir stellten uns an die Bushaltestelle und warteten.

Und warteten.

Wer erwähnte eigentlich den “regelmäßigen und reichlichen Busverkehr”? Ein Fahrplan war nicht auszumachen an der Haltestelle. Auch die befragten Einheimischen zuckten nur mit der Schulter.

Nach über einer halben Stunde gingen wir zurück an den Strand, um eine Kleinigkeit zu essen. Wir kratzten unsere letzten 20-Euro-Scheine zusammen. Natürlich “Käse Saganaki”. :-)
Aha, das ist der Rahm des Ziegenkäses, meint der Ober. Ich dachte, ich mag gar keinen Ziegenkäse.

Der Ober sprach gut deutsch: “Fährt der Bus denn überhaupt noch im Oktober?” Diese Gegenfrage des selten netten Restaurant-Bediensteten ließ mein Lächeln erstarren. Wir versuchten es aber trotzdem nochmal, mit der bitteren Aussicht, die 12 bis 13 km notfalls eben zu Fuß zurückzulegen.

Wo sind die verdammten Eseltreiber eigentlich, wenn man sie mal braucht???

Aber das Glück war auf unserer Seite. Kaum auf der Hauptstraße angekommen, kam ein Bus um die Ecke. :-)
Die Busse fahren im Oktober einmal in der Stunde. Von Thira aus in alle Richtungen. Trotzdem verständigten sich meine Freundin und ich darauf, für den nächsten Tag ein Auto zu mieten. Am Abend wurde dieses Vorhaben mit der Pensionsleiterin besprochen. Am nächsten Morgen sollte um 9 Uhr morgens für 25 Euro ein Auto vor der Tür stehen.

Das tat es dann auch.

Der Fahrtwind (nein, kein Cabrio, aber die Fenster permanent offen) lenkte davon ab, dass es wieder ein wenig wärmer war. Schätzungsweise schon 27 Grad. Und abends konnte man nun auch im T-Shirt an der Caldera einen Cocktail nehmen.

Wir schauten uns den Tag über die ganze Insel an. Wir fingen im Süden der Insel an. Ab nach Akrotiri, ganz im Südwesten der Insel gelegen, zu den Ausgrabungsstätten. Dort wurden Überreste eines 3700 Jahre alten Dorfes gefunden, das nun als eine weltweit angesehene Archäologie-Stätte gilt.

Kleiner Exkurs in Sachen “Frauen und Straßenkarten”: Wir fuhren um kurz nach 9 Uhr los mit Ziel Akrotiri. Nachdem wir dann aber doch erst in Perissa (im Osten!!!) und danach in Vlychada (im tiefsten Süden!) waren, (”Schatz, wieso hältst du den Plan verkehrt herum?” - “Weil wir Richtung Süden, also nach unten, fahren. Da drehe ich ihn um, weil ich dann weiß, ob wir rechts oder links fahren müssen!”) kamen wir gegen 11 Uhr endlich in der Ausgrabungsstätte an. Imposant, aber nur etwas für Hobby-Archäologen, da nicht viel Spektakuläres zu sehen ist.

Danach zum Leuchtturm an die äußerste südwestliche Ecke der wie ein zunehmender Viertelmond aussehenden Insel (versteht jemand diesen Vergleich wirklich?). Ein majestätischer Anblick! Anschließend noch zum berühmten “Red Beach”.

Dann einmal quer über die Insel in den Nordwesten zum “Tomb Raider II”-Dorf Ia (auch Oia geschrieben). Dort wurde die Anfangssequenz für den Film gedreht. Und genauso göttlich wie im Film ist der Anblick auf die Caldera auch von Ia aus. Wir saßen sehr lange dort und genossen den Ausblick. Es hat schon etwas Surreales. Mindestens eine visuelle Computermanipulation. Das blauweiße Dorf, darunter ein Hang wie in Schottland, mitten drin eine alte Kirche und darunter der malerischste Hafen, den man sich vorstellen kann. Kann es eigentlich so nicht wirklich geben.

Ich beschloss, wenn ich mal durch Zufall zu Geld komme - ich meine VIEL Geld - dann kaufe ich diese alte Kirche und verbringe meinen Lebensabend dort. So ab 41, dachte ich.

Abends dann wieder rechtzeitig zurück in Thira für den täglichen Sonnenuntergang. Da kann man schon süchtig nach werden. ;-)

Am vierten Tag legten wir uns nach dem Frühstück erstmal an den hauseigenen Pool. Es war erstmals keine Wolke am Himmel zu sehen.

Die Wolken kamen auch nicht mehr.

Bei knapp 30 Grad war es einfach zu heiß für irgendetwas. Wir hatten uns auch eine Pause verdient. Lesend und bratend verbrachten wir den kompletten Tag am Pool und lasen die angebotene Lektüre “Schweizer Illu”, “Stern”, “Fokus” und natürlich die unentbehrlichen “Frau im Blick”, “Frau im Spiegel” und wo Frauen in den Gazetten dieser Welt sonst noch überall so sind (mein zur Freundin gerichteter Kommentar, weshalb es keine “Frau im Straßenkartenalltag” gab, quittierte diese mit Nichtachtung).

Abends bei weit über 20 Grad liefen wir dann nochmal hoch zu den Gassen Thiras, um unseren täglichen Abend-Crepe bei dem uns mittlerweile lieb gewonnenen Alex und seiner “NRG”-Bar einzunehmen.

Am nächsten Tag war es immer noch so heiß, aber wir hatten ganz fest den Besuch auf der Vulkaninsel Nea Kameni eingeplant. Also wieder runter zum Hafen Thiras (diesmal mit der Seilbahn), vorbei an den Eseltreibern (”Donkey ride upstairs, 3 Euro!” - “Mann, wir sind doch gerade erst hier unten angekommen!!!” Ich begriff, dass Menschen auch aus dem Klang der Worte ihre Schlüsse ziehen können) und zwei Tickets für zusammen 16 Euro erstanden. Allerdings sind auch die Abfahrtszeiten der Fähren nicht allzu genau zu nehmen. Wir mussten noch eine Stunde warten. Gingen am Hafen entlang und unterhielten uns weiterhin ein wenig mit den Eseltreibern - erst noch sehr einsilbig, bis wir die Vorteile des Ignorierens erkannten. Vielleicht war es auch mein resignierendes, entrücktes und geistige Verwirrtheit ausdrückendes Gesicht, dass uns schließlich Ruhe vor dem halben Dutzend “Donkeyrider” bescherte (sehen wir Mitteleuropäer denn eigentlich alle so gleich aus, dass ein und derselbe Eselanbieter innerhalb von wenigen Minuten mehrmals die gleiche Frage an die selben Personen richten muss - oder wollen die die “Touris” damit nur zermürben?).

Um 14 Uhr ging es dann rüber zu den Vulkanen, die alle sehr unspektakulär ihr Dasein fristen und auch für besonders Interessierte nicht anfangen zu spucken und zu speien. Auch auf meine erprobte unterwürfige, schleimige Freundlichkeit hin, lagen sie weiter nur motivationslos herum mit ihren riesigen Löchern. Aber was habe ich erwartet? Brodelndes Lava etwa? Oder riesige Feuerfontänen?

Auch die anschließende Fahrt zu den “Hot Springs”, den heißen Quellen, war eine recht ereignislose Zeit. Wir hielten irgendwo bei Palea Kameni, die kleinere der beiden Vulkaninseln, an und ein paar Leute sprangen ins Wasser. Es soll “etwas wärmer” gewesen sein. Schön.

Ansonsten konstatierte ich, dass ich Seereisen nicht mag. Mir wird ganz einfach übel dabei.

Abends wieder Crepes bei Alex und bummeln durch die vielen Gassen mit den kleinen Buden und Geschäften, in denen man so herrlich für eigentlich nichts Geld ausgeben kann.

Ich war zum wiederholten Mal pleite.

Letzter Tag in Santorini: Wir wollten nochmal über Ia herfallen. Meine Freundin hatte noch nicht genug Katzen und blaue Türen fotografiert. Das kann man dort hervorragend. Aber trotzdem: Katzen sind ja ok, aber was will man mit Unmengen von Fotos mit blauen Türen drauf? Vielleicht als Orientierungshilfe für Straßenkarten? Hahaha. Nein, kleiner Scherz. Sie macht einen Kalender daraus. Aber der Witz musste jetzt sein. :-)

Zwei Kreuzfahrtschiffe lagen vor Fira. Mit den “flexiblen” Busverbindungen kommt man gut nach Ia (man passt sich mit der Zeit ja an). So fanden wir uns in mitten von Heerscharen von Tagesausflüglern aus Kreta und vom Festland wieder. Und alle hatten Fotoapparate dabei.

Ich knipste ein Pärchen aus Japan, Korea, Amerika und sonstwo. Mit ihren eigenen Apparaten natürlich. Man will ja auch mal zusammen auf einem Bild sein. Ich hatte ja Zeit. Meine Freundin knipste blaue Türen.
Außerdem saß ich sozusagen im Garten meines zukünftigen Hauses. Ich begrüßte halt alle meine Gäste.

Abends zum letzten Mal zu Alex, Abschied genommen mit einem NRG-Drink. Die Energie brauchten wir auch für den nächsten Tag und die 12-stündige Reise zurück in die KALTE, deutsche Wirklichkeit.

Die Flüge waren aber tatsächlich reibungslos. Meine Freundin und ich saßen in den Flugzeugen wirklich nebeneinander - und natürlich auch wieder in den Wartesälen der Flughäfen zwischen den Flügen. Und wir hatten viel Zeit noch ein paar tiefgründige Gespräche zu führen über blaue Türen, Straßenkarten (*kicher*) und der seltsamen Aufforderung der Griechen, kein Papier ins Klo zu schmeißen. Nein, auch das “benutzte” nicht. Dafür steht ein Eimer in jedem WC.

Also mit Kläranlagen haben die Griechen es zwar nicht, aber das Wetter ist einmalig, sogar noch im Oktober. Und Santorini ist (m)eine Trauminsel. Ich werde auf alle Fälle wieder hinfliegen. Das rate ich übrigens jedem, der es jetzt bis hier geschafft hat in diesem Urlaubsbericht.

Aber die Kirche gehört mir, hört ihr! Die kaufe ich noch.

Irgendwann.

 
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Mallorca, immer noch Spanien

Posted by Marino on Jan 19, 2010 in Ich

Back Home again. Da ging es hin, das Wochenende, das ich eigentlich mit meiner Freundin auf “Borkum, Baltrum, Bornum oder wie das heißt” verbringen wollte. Aber der Preis trieb uns bekanntlich auf die ehemalige Hausfraueninsel, die jetzt von Senioren, Rentnern, Überwinterern und noch mehr Senioren belagert wird.

Mit Jetzt meine ich natürlich die kalten Monate, die für mich Dekadenlänge haben. Ich war ja noch nicht im Sommer auf Malle, aber ich denke mir, dass es zu dieser Jahreszeit dann eher das Partyvolk sein dürfte, das den Strand dort verunreinigt. Von dieser Belästigung waren wir gottseidank kalendarisch weit entfernt. Mit Blick direkt auf den Strand vom siebten Geschoß eines RIU-Hotels konnten wir sofort nach Einzug feststellen, dass der Strand (fast) uns ganz allein gehörte. Die Senioren blieben nämlich im Hotel. Nicht, dass wir vor hatten, uns in die Fluten zu stürzen, aber Ruhe, das Geräusch der Wellen und die Leere am Strand waren genau das was wir suchten und fanden.

Ich war ja nun anno 2006 schon mal auf Mallorca und wollte eigentlich fürderhin einen großen Bogen um Spanien machen, aber es kommt halt immer wie es nicht kommen soll. ;-)

Also ok, ich habe meine Liebe zum “Café Bonbon” entdeckt. Ansonsten sehe ich jetzt jedoch nichts weiter auf der Habenseite dieser Insel bzw. von Cala Millor, wo wir uns eingefunden hatten.

Aber das war ja letztlich nicht der Grund, dorthin zu fliegen. Ich wollte ja nur ein paar schöne Tage mit meiner Freundin dort verbringen. Und das ist auch ziemlich gut gelungen. Wobei doch auffiel, dass turtelnde Paare nicht ganz so selten zu entdecken waren. Sowohl bei der besagten älteren Generation als auch bei den jüngeren Lebenssemestern. Ich stelle also fest, dass Mallorca im Winter offensichtlich eine Insel für Verliebte jeden Alters ist.

Dann waren wir da ja völlig richtig. ;-)

 
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Schneeblindheit

Posted by Marino on Jan 12, 2010 in Ich, Politik

Ja, so gehen die kalten Tage dahin. Und ich mit ihnen. Also da hin. Und dort hin auch. Zum Beispiel zur Arbeit. Zur Bandprobe - auch Training genannt. Zur Freundin. Und am Freitag eben nach Mallorca (gesprochen, bitte: “Mallorza”) mit Letzterer.

Ich muss hier mal raus! Ich kann diese scheiß Farbe vorm Haus und überall einfach nicht mehr sehen. Ich stehe kurz vor der Erblindung. Schneeblindheit wird im allgemeinen, im speziellen und auch im besonderen sowieso ja echt unterbewertet.

Nur die Liebe hält mich von einem Suizid ab. Dafür müsste ich mir noch nicht mal viel Mühe machen. Einfach vom Fenster im ersten Stock aus auf den Platz springen, der früher mal Rasen war. Mein Ableben würde nicht mal jemand bemerken. Die Schneeberge vor dem Haus werden von Kindern mittlerweile als Sprungschanze missbraucht. Für das Skifliegen! Schnee, Schnee, Schnee … *kotz*

Ich weiß, dass ich nächsten Winter irgendetwas dagegen tun muss. Vielleicht sollte ich über die “Zeit der Verdammnis” (also November bis März) einfach mal ein paar Monate auswandern oder auf Weltreise gehen. ;-)

Da kratzt es mich ja schon nicht mal mehr, dass sich die FDP gerade landauf, landab lächerlich macht. Müsste ja eigentlich ein Freudenfest für mich sein. Guido dilettiert als Außenkasper in der Türkei, und lässt das Volk bei Zwischenlandungen in Deutschland wissen, dass wir auf alle Fälle Steuersenkungen brauchen, auch wenn Umfragen zufolge die Mehrzahl der Bürger diese gar nicht mehr wollen. Nein, was die FDP vor der Wahl versprochen hat, muss sie auch einhalten, komme was da wolle! *seufz*

Das ist so wie mit dem Gammelfleisch, das in Moskau gefunden wurde. Das wurde 1974 in Südamerika für schlechte Tage in die Kühlhäuser gesteckt und muss nun endlich in Russland verzehrt werden, meinten ein paar Händler. Was vor 36 Jahren richtig war, kann doch heute nicht so falsch sein, gell? ;-)

Na gut, na gut, zumindest eine Meldung von heute zergeht mir wirklich förmlich auf der Zunge. Passt auf! Ihr kennt ja Lorielle London, ne? Also die Frau, die früher mal ein Mann … ok, sagen wir besser ein Knabe war, der bei DSDS mitgemacht hat. Der … äh, oder eben DIE hat jetzt also ihren ersten Freund. Und ratet, wer das ist!

Also, selbst ich hätte mir sowas nicht mal ausdenken können, aber es ist wirklich wahr! Zumindest steht das heute so in meiner Heimatzeitung.

Er ist zusammen mit …. *Trommelwirbel* … original, ohne Scheiß, in Echtigkeit … *noch trommeliger Trommelwirbel*

mit dem Helmstedter FDP(!!!!!)-Politiker Jobst von Harlessem!!! :-)

Mein Gott, er will sogar ein Kind von ihr! Ich bin so dermaßen emotional bewegt! :-)

Wie dem auch sei, Freitag geht’s nach Malle (gesprochen “Maj”). Ich freue mich. :-)

 
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Mein Horoskop 2010

Posted by Marino on Jan 4, 2010 in Ich

So, nun aber! Wir schauen uns mal wie versprochen meine Aussichten für 2010 an. Dafür habe ich mir ein Horoskop für dieses Jahr erstellen lassen.

Was soll ich euch sagen, alles wird schön! Jawohl. Wobei ich mich gerade frage, ob jemand schon ein Horoskop gelesen hat, das im April beispielsweise endet, mit dem Eintrag: “Sie sterben am 24. diesen Monats!” ;-)

Anders herum, was sollen die Hinterbliebenen des oben beschriebenen Verstorbenen denken, wenn sie ein Horoskop an dessen Pinnwand entdecken, auf dem steht, “am 28. April ist ihr Glückstag, alle ihre Verwandten und Freunde besuchen sie.” ;-)

Ja, schon gut, schon gut! Selbst über den Tod mache ich noch meine Späße, ich weiß. Aber derzeit kann mir auch kaum etwas auf den Magen schlagen. Es läuft derzeit sehr gut. Also so im persönlichen Bereich.

Nicht nur, dass ich heute mit meiner Freundin eine zweitägige Turtelreise nach Mallorca gebucht habe, auch meine Tochter hatte gestern Glück und bekam die Zusage für ihre erste eigene Wohnung, die ich mir mit ihr angeschaut hatte.

Und dem Tod durch die Schweinegrippe bin ich bisher ja immerhin auch erfolgreich entkommen. Kein Wunder, habe mich ja auch nicht impfen lassen… ;-)

Lassen wir diese fiesen Spitzen gegen die Pharmakonzerne und schauen uns endlich mal an, was denn da jetzt so Böses in den geliebten Vorhersagerubriken “Liebe und Partnerschaft“, “Geld & Beruf” und “Gesundheit & Wohlbefinden” auf mich wartet in diesem Jahr. Beginnen wir nun also die Autopsie der Sternenkörper, um das Jahr des Marino C. aus Langenhagen bei Hannover zu entblößen:

Liebe und Partnerschaft:

Für Sie stehen die Beziehungen zu Ihren Mitmenschen 2010 im Mittelpunkt. Außerdem knüpfen Sie leicht neue Kontakte und intensivieren bereits bestehende Freundschaften. Auch Ihre Beziehung könnte sich jetzt in eine neue Richtung entwickeln.

Eines ist sicher: Langweilig wird Ihr Liebesleben 2010 ganz sicher nicht. Es kann sogar ab und an ziemlich turbulent zugehen. Der guten Stimmung tut das aber keinen Abbruch. Lediglich im Juni könnte es kleinere Streitereien geben. Der Rest des Jahres verläuft aber harmonisch und auch die Romantik kommt nicht zu kurz. Von Mai bis Ende August legen Sie einen großen Freiheitsdrang an den Tag. Gleichzeitig weckt Saturn auch Ihr Bedürfnis nach Sicherheit. Ein innerer Zwiespalt, den Sie aber schon bald in den Griff bekommen. Jupiter leistet Ihnen hierfür gute Dienste, denn er sorgt für jede Menge Abwechslung. Da sind kleinere Unstimmigkeiten schnell vergessen.

In eine neue Richtung? Wie soll ich das verstehen? Vielleicht eine gemeinsame Wohnung??

*Hahaha*

Jetzt sehr ich praktisch vor meinem geistigen Auge die Panik in den Augen aller Leser aufsteigen - “Marino zieht wieder um?? Ich bin nicht da!! Sag ihm, ich wäre auf der Flucht!” ;-)

Es sollen ja bekanntlich Paralleluniversen existieren. Ich wette ab sofort gehen dort einige Asylanträge aus meinem näheren Umfeld ein. ;-)

Nein, kein Stress, das wird bestimmt nicht passieren.

Bestimmt! ;-)

“Kleine Streitereien im Juni”? Könnte ja doch auf einen Umzug hindeuten … *kicher*

Ach, Quatsch! ;-)

“Von Mai bis Ende August große Freiheiten”? Ja, ich hoffe, dass ich da öfter auf den Bühnen der Open airs zu finden sein werde als zu Hause am Rechner, um Blogs zu schreiben. ;-)

Aber vielleicht meint das Horoskop auch die Freiheit seinen permanenten Aufenthaltsort zu ändern. .. ;-) *lol*

Nein, echt nicht. Ich ziehe bestimmt nicht mit meiner Freundin zusammen. ;-)

“Gleichzeitig weckt Saturn auch ihr Bedürfnis nach Sicherheit. Ein innerer Zwiespalt, den Sie aber schon bald in den Griff bekommen.” … ;-) *rofl*

Gesundheit & Wohlbefinden

Gut möglich, dass Sie 2010 Ihre bisherige berufliche Tätigkeit auf den Prüfstand stellen. Jupiter macht Sie ein wenig grüblerisch und lässt Sie nach dem tieferen Sinn Ihrer Arbeit suchen. Und wenn Sie diesen nicht entdecken, möchten Sie am liebsten kurzerhand alles hinschmeißen. Doch handeln Sie nicht zu voreilig. Überlegen Sie lieber gut, bevor Sie sich zu überstürzten Reaktionen hinreißen lassen. Grundsätzlich ist es aber sinnvoll, dass Sie Ihr Tun hinterfragen und sich daran machen, Ihre verborgenen Talente zu entdecken. Vor allem im Juni und Juli sehen Sie klar, was Sie wirklich machen möchten. Ziehen Sie notfalls die entsprechenden Konsequenzen. Was Ihre Finanzen betrifft, dürfen Sie sich auf einen goldenen Herbst freuen.

Aha! Also im Herbst haben wir richtig viel Konzerte und alle Veranstalter dieser Welt scheißen mich so richtig mit Geld zu. Man will alle meine Bands sehen und hören und ich verdiene mich dumm und dusselig.

Also genau das lese ich daraus. Ich glaube da ganz fest dran. :-)

Geld & Beruf:

In Sachen Gesundheit bietet Ihnen das Jahr 2010 ein Auf und Ab von aktiven Phasen und Momenten, in denen Sie sich vor allem auf Ihre Couch wünschen. Hören Sie einfach auf Ihren Körper. Denn der sagt Ihnen, was momentan für Sie das Beste ist. Von April bis August sollten Sie öfter mal die Füße hochlegen und sich entspannt zurücklehnen. Denn jetzt fühlen Sie sich etwas müde und ausgelaugt. Ganz anders sieht es im März, Juli und September aus. Das dürften dank Sonne und Mars Ihre fitesten Monate sein. Gehen Sie viel schwimmen oder laufen. Auch gemeinsame Unternehmungen mit Freunden machen nun viel Spaß.

Im Mai und Juni fühle ich mich “müde und ausgelaugt”? So wie nach großer Anstrengung? Wie zum Beispiel nach einem körperlich fordernden Uuuuuuummmmmzuuuuuug?? *lach*

Spaß beiseite, Mädels, ich glaube weder, dass ich umziehe in diesem Jahr, noch dass mich die Veranstalter mit Angeboten überhäufen werden. Aber man weiß ja nie. Zumindest freue ich mich auf die sinnlosen und überraschenden Entscheidungen, die ich treffen werde. Und ob das dann gute oder schlechte waren, werden wir schließlich am 31. Dezember sehen.

Ich bin gespannt und freue mich auf 2010! :-)

 
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Jahresrückblick 2009

Posted by Marino on Dec 31, 2009 in Ich

Dass das das ereignisreichste Jahr in meinem Leben nach 1987 war, dürfte jedem aus meinem Umfeld klar sein. Nur verspüre ich wenig Muße, mich darüber jetzt nochmals zu äußern und womöglich noch ein Fazit zu ziehen. Nein, ich mache mal etwas ganz anderes und erstelle ein Rückblick-Horoskop. So hätte “Liebe”, “Geld” und “Gesundheit” vor 12 Monaten für mich lauten sollen, wenn es - also das Horoskop - wirklich in die Zukunft sehen könnte.

Liebe und Partnerschaft:

Tja, wie drücke ich mich da am besten aus? Nun, nach der Trennung und dem Auszug im Januar, tastete ich mich eben so ein bisschen wieder in das Singleleben, das ich mehr oder weniger genossen habe über das Jahr. Näheres erspare ich den Lesern, obwohl der ein oder andere eventuell sicher darauf wartet, dass ich explizit Bericht erstatte. ;-)

Vergesst es! ;-) Seit dem 1. Dezember bin ich nun also wieder glücklich liiert. Und wenn ich so zurückblicke, war genau dieser Monat der schönste in diesem Jahr. :-)

Nein, der November ist es definitiv nicht gewesen. Der war mal wieder scheiße! ;-)

Geld & Beruf:

War irgendwie kein richtig gutes Jahr. Die Wirtschaftskrise hat mich nicht nur als Kaufmännischer Angestellter sondern auch als Musiker getroffen. Ich lese zwar immer wieder, dass gerade die Gastronomie nicht zu klagen hatte über ihren Umsatz, der sogar noch gegenüber 2008 gestiegen wäre, aber als Argument dafür, auf Live-Musik zu verzichten, kam das Wort “Finanzkrise” immer gern mal über die Lippen.

Ich hoffe, 2010 wird da ein besseres Jahr.

Gesundheit & Wohlbefinden:

Mir geht es jetzt wieder prima. Dass man im “im Alter” auch ganz gern mal seine Zipperlein bekommt, habe ich dieses Jahr wirklich mitbekommen. Über weite Strecken habe ich mich in den vergangenen 365 Tagen nicht wirklich rundherum wohl gefühlt. Aber seit etwa zwei Monaten habe ich keine Probleme mehr. Na ja, jetzt mal abgesehen von meinem rechten Unterarm, der seit vielen Wochen schmerzt. Aber das sind ja Lappalien, die ein echter Mann ohne Kommentar einfach so wegsteckt, gell? ;-)

Ja, ein echter Mann eben - dann darf ICH das ja hier auch erwähnen. ;-)

Habe ich sowas in einem Jahreshoroskop Anfang diesen Jahres gelesen? Nein, natürlich nicht. Deshalb lese ich mir so einen Scheiß ja auch gar nicht erst durch. Oder doch (warum weiß ich eigentlich, dass sowas nicht drin stand? ;-) )? Neugierig bin ich ja schon. Vielleicht haben die Astrologen ja zufällig mal recht. Mal schauen, wenn ich eines in die Finger bekomme. Darüber berichte ich dann hier im Januar. Damit wir dann im Dezember den Vergleich ziehen können. ;-)

Eines weiß ich allerdings schon von dem Jahr 2010: es wird aufregend und spannend! Eigentlich wie jedes. Nur 2010 halt noch ein bisschen mehr. ;-)

Ach: Wir haben übrigens wieder eine Fußball-WM! ;-)

Ich freue mich auf 2010!! :-)

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und einen tollen Start ins neue Jahr!!

 
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Merry Crimble!

Posted by Marino on Dec 25, 2009 in Ich

Marino wünscht allen feine Weihnachtstage mit vielen besinnlichen Momenten, die hoffentlich über das ganze nächste Jahr anhalten mögen. Also die Momente, in denen wir mal den Gutmenschen heraushängen lassen, nicht das Weihnachtsfest.

Damit haben wir ja so unsere Probleme. Weihnachten sind wir großherzig und milde, doch spätestens Neujahr hat uns der Alltag mit Neid und Missgunst wieder. So als bräuchte der Mensch ständig einen kleinen Mann im Ohr, der ihm zuflüstert, mal nicht so engstirnig zu sein. Das übernimmt bekanntlich der Kalender jedes Jahr für diesen kleinen Mann.

Überall nur glückliche Gesichter und fröhliches Lachen. Als würde jeder das Glück des Lebens realisieren und erkennen, wie nichtig so manche Aufregung ist.

Ja, ich habe gerade gut reden. Ich erlebe derzeit ja auch das Wunder der Liebe. Ich sehe sogar in Naturkatastrophen Lichtblicke und Positives. Apropos Naturkatastrophen: Ich rege mich nicht mal über die FDP auf, obwohl sie flächendeckend Atomkraftwerke aufstellen will, Steuergeschenke verteilt, wo kein Geld ist und überhaupt durch ihre bloße Existenz zum Wiederkäuen animiert.

Nein, ich rege mich nicht auf und freue mich, dass ich auf der Welt bin und nicht herunterfalle, wie meine Mutter immer so treffend formuliert. Und dass die Menschen zumindest für ein paar Tage im Jahr so sind, wie sie meiner Meinung nach immer sein sollten. Also mitfühlend, sozial und hilfsbereit … - oder eben im Urlaub, wie alle FDP-Politiker. ;-)

Darauf trinken wir, schlage ich vor. Ein Gläschen Wein oder so wie ich ein Kännchen Tee. Oder zwei. ;-)

Jetzt noch das neue Album “21st Century Breakdown” von “Green Day”, mit meinem persönlichen Weihnachtssong 2009 - “21 Guns”. :-)

Habt noch Spaß, ihr Lieben! :-)

 
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Winterkälte

Posted by Marino on Dec 20, 2009 in Allgemein

Kälte kann ich ja mal überhaupt gar nicht ab. Wer mich kennt weiß das. Und da suche ich mir natürlich ganz nach Murphy’s Gesetz ausgerechnet den kältesten Tag seit Menschengedenken dafür aus. Gestern waren es -17 Grad und meine Freundin und ich in der Stadt zum Einkaufs- und Weihnachtsbummel. Prima Timing. :-(

Da ich vermutete, dass mein Autoscooter sich sowieso nicht dazu überreden lassen würde, den Weg von Neustadt nach Hannover anzutreten (”Los, spring an!” - “Carlini, bist du jeck?! Nicht bei dieser Kälte!!”), fuhren wir also mit der Bahn.

Natürlich in der überfüllten Bahn.

So nahmen wir kurzerhand zwei Kleinkinder auf den Schoß und zerstörten mit spielerischer Leichtigkeit innerhalb von 30 Minuten die in mühevoller Akribie vermittelte elterliche Erziehung der beiden. Ja, an so etwas haben wir halt Spaß. ;-)

Während die Einkäufe dank meiner umsichtigen Vorarbeit (*hüstel* OK, so habe ich es zumindest in Erinnerung ;-) ) in rekordverdächtiger Geschwindigkeit erledigt wurde, fiel der Bummel dann kurzerhand einfach mal aus. Die Kälte fraß sich nämlich durch die sechzehn Schichten aus Hosen, Unterhosen und Lammfell-Leggings (”Das trägt der Mann jetzt in Paris!”) sowie Hemden, Jacken und Mäntel. Ich behaupte immer noch steif und fest (dieser Ausdruck ist bewusst gewählt!), dass der Alterungsprozess meines Körpers gestern aussetzte. Alle meine Zellen waren definitiv tiefgefroren!

Den Tag des 19. Dezembers 2009 hänge ich also hinten dran. :-)

Wir retteten uns schließlich mit letzter Kraft noch vor den Fernseher, in dem uns dann erklärt wurde, dass ein dressierter Hund das “Supertalent 2009″ wäre, und leider nicht Sänger Olli Römer, der es verdient gehabt hätte.

Ich konstatierte also nachts um 1 Uhr, dass die Kälte hierzulande offenkundig auch das Hirn der Deutschen schockgefrostet hat.

Scheiß Kälte! :-(

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